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| 27. 05. 2011 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
China plant, 2000 Fachkräfte für die Forschung und Entwicklung einer viel versprechenden Form der Kernfusion auszubilden, die eine wichtige neue Energiequelle werden könnte.
Die Wissenschaftler und Techniker werden Chinas Erforschung der magnetisch fokussierten Kernfusion vorantreiben und während der nächsten zehn Jahre geschult werden, teilte das Ministerium für Wissenschaft und Technik mit.
"China versucht, weitere qualifizierte Wissenschaftler zum internationalen thermonuklearen Versuchsreaktor (ITER) in Frankreich zu entsenden", sagte Cao Jianlin, stellvertretender Minister für Wissenschaft und Technik.
Der ITER-Reaktor wird derzeit mit Hilfe von Geldern aus vielen Ländern in Europa errichtet. Experten hoffen, dass sie damit lernen können, wie man durch Kernfusion effektiv Energie produziert.
China trägt zehn Prozent der Mittel für das Milliarden-Dollar Projekt, doch stellt nur fünf Prozent der Wissenschaftler.
Nach aktuellen Angaben des Ministeriums haben von 21 chinesischen Teilnehmern des Projektes 17 qualifizierte Positionen und vier Führungspositionen.
Das ITER-Abkommen, das im November 2006 unterzeichnet wurde, trat im Oktober 2007 in Kraft und hat eine anfängliche Laufzeit von 35 Jahren. Es kann um weitere zehn Jahre verlängert werden.
Die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion initiierten das ITER-Projekt Mitte der 1980er Jahre. China ist seit Februar 2003 involviert.
Der neue Reaktortyp wurde als "künstliche Sonne" bezeichnet, weil er Bedingungen herstellt, die denen einer solaren Kernfusion ähneln.
Im Gegensatz zu heutigen Kernkraftwerken, die Atome spalten, wird der Versuchsreaktor in Frankreich versuchen, kleinere Kerne zu größeren zu verschmelzen. Bei diesem Prozess werden große Mengen von Wärme und Licht frei.
Chinesische Ingenieure und Wissenschaftler werden für die Herstellung von Komponenten, wie Heizung, Diagnose und Ausrüstung für Fernwartung, verantwortlich sein, sowie für den Transport dieser Komponenten nach Cadarache in Südfrankreich, wo der ITER-Reaktor gebaut werden soll.
"Im ITER werden 34 ingenieurwissenschaftliche Kerntechnologien und Managementtechniken zur Anwendung kommen“, sagte Wan Yuanxi, Dekan der Schule für Kernphysik und Technologie an der Universität für Wissenschaft und Technik China.
Quelle: China Daily
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