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| 29. 06. 2011 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Zhang Hongbo, stellvertretender Generaldirektor des chinesischen Schriftstellerverbands, sagte zur Global Times, dass Zhu der erste chinesische Schriftsteller sei, der sich individuell mit Apple anlegt. "Wir unterstützen Zhus Vorgehen und wir werden untersuchen, wie viele chinesische Autoren in die Urheberrechtsprobleme bei Apple involviert sind", sagte er. "Wenn es sich um eine größere Anzahl handelt, überlegen wir uns, eine Sammelklage zu lancieren."
Zhang forderte die chinesischen Behörden auf, die Copyright-Inhaber bei der Durchsetzung ihrer Rechte im Ausland zu unterstützen. "Die US-Behörden haben immer Druck auf China ausgeübt. Nun ist die Zeit gekommen, dass die chinesischen Behörden es ihnen gleichtun." Laut Zhang ist es für Einzelpersonen wie Zhu nicht leicht, gegen mächtige Firmen wie Apple anzukämpfen. "Doch sobald die chinesische Regierung realisiert, wie wichtig es ist, die Urheberrechte auch im Ausland durchzusetzen, werden die Dinge erheblich einfacher."
Zhang betonte allerdings, dass man die Probleme nicht nur mit rechtlichen Schritten lösen kann. "Wir versuchen derzeit, mit Apple über eine mögliche Kooperation zu verhandeln", sagte er. "Sollten wir eine Übereinkunft erzielen, dann können chinesische Autoren von der modernsten Technik profitieren und gleichzeitig ihre Arbeiten einer größeren Leserschaft zugänglich machen." Apple war am Montag für einen Kommentar nicht erreichbar.
Derzeit ist Apple alleine in China mit mindestens drei Klagen wegen Urheberrechtsverletzungen konfrontiert. Am 27. Mai klagte das China Publishing House gegen Apple weil ein großer Teil seiner China-Enzyklopädie im Apple-Store zum Verkauf angeboten wurde. Rund ein Monat zuvor zerrte Beijing News das US-Unternehmen vor Gericht, weil ein Software-Entwickler ohne vorherige Einwilligung mittels eines Programms die Zeitung für den iPad lesbar gemacht hatte. Auch die chinesische Online-Video-Seite letv.com klagte gegen Apple, weil dieses angeblich die exklusiven Rechte, welche die Seite erworben hat, verletzte.
Quelle: Global Times
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