Home Aktuelles
Multimedia
Service
Themenarchiv
Community
Home>China Schriftgröße: klein mittel groß
01. 07. 2011 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

China überlegt sich, doppelte Staatsbürgerschaft einzuführen

Schlagwörter: China, Green  Card, Staatsbürgerschaft,Übersee-Chinesen

China untersucht derzeit die Machbarkeit einer doppelten Staatsbürgerschaft für Übersee-Chinesen, sagte gestern ein hochrangiger Beamter. Zugleich soll der Mechanismus, welcher der amerikanischen "Green Card" entspricht, verbessert werden, um mehr hochqualifizierte Personen anzuziehen.

"Es handelt sich hierbei um ein politisch heikles Thema. Aber ich kann sagen, dass die zuständigen Ministerien daran sind, die Machbarkeit einer doppelten Staatsbürgerschaft zu überprüfen", sagte Wang Xiaochu, stellvertretender Minister für Humanressourcen und soziale Sicherheit bei der internationalen Talente-Messe CHINAOCS in Dalian in der nordostchinesischen Provinz Liaoning. Wang sagte dies auf die Frage, wie man es Auslandschinesen, die eine andere Staatsbürgerschaft angenommen haben, erleichtern will, in China Karrierechancen wahrzunehmen.

Gestern wurde auch bekannt gegeben, dass China die Voraussetzungen für einen dauerhaften Aufenthalt senken will. Damit soll es für Übersee-Chinesen bequemer werden, im Land ihrer Geburt zu arbeiten. "China ist auf hochqualifizierte Arbeitnehmer angewiesen, um die wirtschaftliche und soziale Entwicklung voranzutreiben", sagte Wang Zhigang, stellvertretender Minister für Wissenschaft und Technik.

Fragen rund um die Visa, die soziale Absicherung, Bildung, Startkapital und politische Unabwägbarkeiten gehören zu den großen Herausforderungen für Auslandschinesen, die nach China zurückkehren und ein Unternehmen gründen wollen. Bereits im Jahre 2008 hatte die Zentralregierung den "Tausend Leute Plan" ins Leben gerufen, mit dem Hochqualifizierte nach China gelockt werden sollen. Bisher haben mehr als 1.100 Menschen von dem Programm profitiert, das Profis in Bereichen wie Wissenschaft, Finanz, Technik und Betriebswirtschaft staatlich fördert.

Doch für nicht ganz so gut ausgebildete Personen, die Erfahrungen im Ausland gesammelt haben, war und ist es wichtig, sich gut vorzubereiten, bevor sie zu Hause versuchen, eine Firma aufzubauen, sagte Wang Huiyao, Vorsitzender der Handelskammer des Verbands der aus dem Westen zurückgekehrten Wissenschaftler, eine Organisation für chinesische Rückkehrer. "China hat nun zwar eine bessere Politik für Neuzurückgekehrte, aber gleichzeitig ist auch der Wettbewerb auf dem chinesischen Markt härter geworden. Zudem ist die Geschäftskultur hier doch recht anders", sagte Wang. Bisher sei meistens die Kenntnis von bestimmten Technologien der Schlüssel zum Erfolg gewesen.

Eine wachsende Zahl von Übersee-Chinesen entscheidet sich, nach ihren Erfahrungen im Ausland zurückzukehren. Laut staatlichen Angaben sind 630.000 der rund 1,9 Millionen Menschen, die in den vergangenen drei Jahrzehnten ausgewandert sind, zurückgekommen.

Quelle: Shanghai Daily

Druckversion | Artikel versenden | Kommentar | Leserbrief | zu Favoriten hinzufügen | Korrektur

Kommentar schreiben
Kommentar
Ihr Name
Kommentare
Keine Kommentare.
mehr