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19. 06. 2013 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Selbständigkeit auf dem Land lohnt sich auch für Universitätsabsolventen

Schlagwörter: China , Job , Hochschulabsolventen

Viele junge Menschen im ländlichen China glauben, dass ein Job in der Stadt der einzige Weg ist, um sich ein Haus und eine Familie leisten zu können. Nicht so Li Shuhua.

Der 30-Jährige, der im Dorf Xishan im Kreis Lianhua der ostchinesischen Provinz Jiangxi geboren wurde, beschloss, nach vier Jahren Berufserfahrung in Gartenbau-Unternehmen in den Provinzen Guangdong und Zhejiang, seinen eigenen Öko-Bauernhof in seiner Heimat zu betreiben.

"Ich habe mich für den Hof entschieden, weil die Lebensmittelsicherheit für Verbraucher immer wichtiger wird. Dadurch sind umweltfreundlich hergestellte landwirtschaftliche Produkte wettbewerbsfähiger geworden", sagte Li, der an der Universität für Wissenschaft und Technik Jiangxi studiert hatte.

Lis Farm erstreckt sich über eine Fläche von 1,3 Hektar. Er betreibt vor allem ökologischen Weinbau und züchtet Schweine. Sein Jahreseinkommen beträgt mehr als 200.000 Yuan (24.400 Euro).

Mehr als die Hälfte der 1000 Dorfbewohner in Xishan schwärmten im vergangenen Jahr in die südostchinesischen Küstenstädte, um besser bezahlte Arbeitsplätze zu finden.

Dies ist typisch für ein Dorf in China.

Doch angesichts der aktuellen Rekordzahl von 6,99 Millionen Universitätsabsolventen, die darum kämpfen, einen menschenwürdigen Arbeitsplatz in den Städten zu ergattern, ist Lis Erfahrung mit der Selbständigkeit für viele eine Inspiration.

Da der Druck auf dem Arbeitsmarkt wächst, entscheiden sich mehr Absolventen dazu, wieder in ihre Heimat zurückzukehren, um ihre Träume zu verwirklichen.

Die chinesische Regierung hat versprochen, mehr Hochschulabsolventen zu rekrutieren, die zuvor Führungspositionen in der Landschaft innehatten. Damit will sie mehr Studenten dazu ermutigen, nach dem Studium in ländlichen Gemeinden zu arbeiten.

Etwa zehn bis zwölf Prozent der in diesem Jahr neu eingestellten Beamten in China werden nach Angaben der Staatlichen Verwaltung für den Öffentlichen Dienst Hochschulabsolventen sein, die Erfahrung als "Dorfbeamte" haben.

Die Zahl der Studenten, die als Beamte in ländlichen Gemeinden arbeiten, werde voraussichtlich bis zum Jahr 2020 auf 600.000 von derzeit 200.000 steigen, teilte die Verwaltung mit.

Wu Yongming, stellvertretender Vorsitzender der Akademie der Sozialwissenschaften der Provinz Jiangxi, sagte, in den ländlichen Gebieten würden mehr talentierte Absolventen benötigt, vor allem solche, die sich auf landwirtschaftliche, medizinische und pädagogische Bereiche spezialisiert haben.

"Um Erfahrungen an der Basis zu sammeln, muss die chinesische Jugend auf dem Land Arbeit finden oder sich selbstständig machen, sagte Wu.

Bei Gesprächen mit jungen Vertretern am "Tag der chinesischen Jugend" am 4. Mai, sagte der chinesische Präsident Xi Jinping, seine Hoffnung auf Innovation und nationalen Aufstieg liege in der chinesischen Jugend.

Der Präsident erwartet, dass es die junge Generation zu großen Leistungen bringen wird und forderte sie auf, an der Basis und an vorderster Front zu arbeiten, um ihr Praxiswissen zu verbessern und Fähigkeiten zu erwerben, die sie für das berufliche Vorankommen benötigen.

"Junge Menschen sollten einen freien Geist haben, mit der Zeit gehen, voranschreiten und Neuerungen einführen, um Erfahrungen zu sammeln und erfolgreich zu sein", sagte er.

Genau wie Li Shuhua.

Quelle: german.china.org.cn

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