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19. 06. 2013 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Maradona gewinnt Klage gegen Shanghaier Firmen

Schlagwörter: Maradona Shanghaier Beijing China

Fußball-Superstar Diego Maradona hat am Montag in Beijing eine Klage über drei Millionen Yuan (490.000 US-Dollar) gegen zwei Shanghaier Firmen gewonnen, die seinen Namen und sein Foto ohne Genehmigung verwendet hatten.

Das Beijinger Mittlere Volksgericht Nr. 1 verurteilte die Shanghaier Firmen The9 Information Technology Co Ltd und The9 Computer Technology Consulting (Shanghai) Co Ltd wegen der Rechtsverletzung zu drei Millionen Yuan. Maradona war nicht im Gerichtssaal, wie auf der Website von People's Daily berichtet wurde.

Der 52 Jahre alte ehemalige Manager der argentinischen Mannschaft hatte die Klage vergangenes Jahr eingereicht, nachdem er herausgefunden hatte, dass sein Name und sein Bild auf einer Online-Gaming-Website verwendet wurden. Bei einer Verhandlung im vergangenen August erklärte Maradona, er habe niemals das Online-Spiel – "Hot Blooded Soccer" – auf qiuqiu.9c.com unterstützt, wie die Shanghaier Firmen es behauptet hatten.

Der Beijing Sina Internet Information Service – der Betreiber von www.sina.com – wurde ebenfalls wegen der Veröffentlichung von Berichten, laut denen der Fußballer das Spiel unterstütze, verklagt. Allerdings erklärte das Gericht, Sina sei nicht haftbar für eine Rechtsverletzung, denn die Firma habe die Bilder laut ihrem Vertrag mit den Shanghaier Firmen verwendet.

Maradona sagte, er habe den Shanghaier Firmen niemals die Genehmigung erteilt, seinen Namen oder sein Bild zu verwenden, um für das Spiel zu werben, und verlangte eine Entschädigung in Gesamthöhe von 20 Millionen Yuan. In vorigen Berichten hieß es, die Shanghaier Firmen hätten behauptet, sie seien von einem "Fußballmanager" betrogen worden und hätten den angeblichen Betrüger mit Nachnamen Lu der Polizei gemeldet.

Das Gericht erklärte, die Verwendung des Namens und Bildes von Maradona brächte deutliche kommerzielle Vorteile angesichts seines Rufs in Fußbalkreisen. Die Shanghaier Firmen seien nicht umsichtig gewesen, als sie die Vereinbarung unterschrieben, die sich als Betrug erwiesen hat, so das Gericht. Es ordnete außerdem an, dass die beiden Firmen sich auf www.the9.com und www.sina.com entschuldigen.

Ge Youshan, der Anwalt von Maradona, sagte, sein Klient werde das Urteil nicht anfechten, da der Betrag der Entschädigung keine große Rolle spiele. Li Zhengning, ein Anwalt der Shanghaier Firmen, erklärte, seine Klienten hätten noch nicht entschieden, ob sie das Urteil anfechten werden.

Quelle: german.china.org.cn

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