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| german.china.org.cn Datum: 06. 03. 2008 |
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Für die rund 150 Millionen Wanderarbeiter Chinas müsse ein bezahlter Urlaub ermöglicht werden. Dann können sie selber aussuchen, wann sie nach Hause zu ihren Familien fahren möchten, sagte Zhu Xueqin am Sonntag. Sie gehört zu den drei Personen, welche die Wanderarbeiter im Nationalkongress vertreten.
"Die meisten Wanderarbeiten müssen während des ganzen Jahres arbeiten und haben lediglich während des Frühlingsfests die Möglichkeit, für ein paar Tage nach Hause zu gehen. Für die Transportunternehmen ist dies jeweils eine große Herausforderung, wenn so viele von ihnen gleichzeitig nach Hause fahren", sagt sie.
Die Wanderarbeiter aus den ländlichen Gebieten sind das Rückgrat der schnellen Wirtschaftsentwicklung Chinas. Sie arbeiten oft weit von ihrer Heimat entfernt auf Baustellen oder Fabriken. Sie rackern aber auch als Kellner, Staatsdiener oder Fahrer. Diese große, aber oft stark benachteiligte Gruppe hat mit verschiedenen Problemen zu kämpfen: Ihnen fehlt die Möglichkeit, Urlaub zu machen, Unfälle am Arbeitsplatz sind oft genauso wenig versichert wie ihre Gesundheit. Ihren Kindern fehlt oft die Möglichkeit, die Schule zu besuchen.
Während dieses Frühlingsfests blieb vielen von ihnen nur die Möglichkeit, sich bei ihren Geliebten zu entschuldigen, dass sie nicht nach hause haben fahren können. Grund dafür ist der Jahrhundertschnee, der im halben Land den Verkehr lahmgelegt und sogar mehrere Tote gefordert hat. Nach Angaben der Verwaltung von Guangdong konnten etwa zwölf Millionen der rund 30 Millionen dort arbeitenden Wanderarbeiter nicht nach Hause fahren. Auch viele der rund vier Millionen Wanderarbeiter von Shanghai sind nicht weiter als bis zur Bahnstation gekommen, sagt Zhu Xueqin, die für eine Kleiderfirma arbeitet.
Zhu war vor dem Frühlingsfest zweimal zum Bahnhof gegangen. Dort habe sie mit den Arbeitern tiefes Mitleid verspürt. "Ich bin einer von ihnen. Leute, die in den Städten geboren und aufgewachsen sind, können dieses Gefühl nicht verstehen", meint sie.
Seit ihrer Wahl ins Parlament hat Zhu bereits unzählige Nachrichten von anderen Wanderarbeitern bekommen. Sie alle möchten, dass die Abgeordnete sich ihrer Probleme annimmt. "Als Repräsentantin der Wanderarbeiter ist es meine Pflicht, mit ihnen zu sprechen", erklärt sie.
Quelle: Xinhua
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