| 2500 Jahre alter Sarg freigelegt |
|
In dem Sarg wurden Hunderte von Grabbeigaben entdeckt, darunter Bronzegegenstände, Lackwaren, Keramik und Holzgegenstände. Der Fund gilt als einer der bisher größten in China. "Die Lackwaren sind großartig", sagt Jiang Cheng, stellvertretender Direktor des Chengduer Instituts für Archäologie. "Die aus Holz und Bambus sind farbenfroh und schön in der Form." Lackwaren waren in der Zeit der Streitenden Reiche, ähnlich den Bronzegegenständen, ziemlich wertvoll, und daher nur dem Adel zugänglich, sagt Jiang. ![]() Die Archäologen haben in dem Sarg außerdem aus Bronze hergestellte Speere, Messer, Ringe und Schwerter entdeckt. Auch wurden in dem Grab große Mengen Samen und Kerne gefunden. Durch Grabbeigaben in Form von Samen und Kernen, erhofften Menschen in der Antike, dem Verstorbenen ein wohlhabendes Leben in der anderen Welt sichern zu können, erklärt Jiang. Botaniker werden die Samensorten feststellen. Unter den entdecken Objekten befinden sich ein gut erhaltener Holzkamm, eine brückenförmige Münze sowie ein Siegel aus schwarzer Jade und ein münzförmiges "Bashutuyu" Siegel. Das münzförmige "Bashutuyu" wurde bei der Beseitigung von Schlamm unter dem Sarg entdeckt. Das Siegel besteht aus Bronze und ist beidseitig mit Zeichen in Siegelschrift versehen, die dem Schriftzeichen für "König" ähnlich sind. Außerdem ist es an der Ober- und Unterseite mit an Knospen erinnernde Strukturen verziert. ![]() Derartige Siegel wurden bereits zuvor in den Landkreisen Xuanshan und Xingjing in Sichuan entdeckt, bleiben aber ein Rätsel der chinesischen Archäologie, sagt Liu. "Die Kontroverse dreht sich nun darum, ob es sich um geheimnisvolle Schriftzeichen in antiken Gebieten der Ba und Shu handelt oder um primitive Symbole der Zauberei oder aber um Kennzeichen verschiedener Familien." Ba und Shu waren zwei antike Staaten in der Provinz Sichuan. Die Ba lebten in der Gegend um die heutige Provinzhauptstadt Chengdu, während die Shu in dem Gebiet um Chongqing ansässig waren. "Durch eine Reihe archäologischer Entdeckungen erwies sich, dass die Menschen in den Gebieten der Ba und der Shu sich bereits vor der Qin-Dynastie (221-206 vor Chr.) einer entwickelten Zivilisation erfreuten. Aber es wurden keine Aufzeichnungen gefunden, die das erklären." |




