Hong Kong: Ausstellung zu archäologischen Entdeckungen in China

Höhepunkte der Ausstellung

Bronzenes Becken "Lai"

Der Kurator der Ausstellung, Ming Ji, empfiehlt ganz besonders das aus der westlichen Zhou-Dynastie (1046-771 v.Chr.) stammende bronzene Becken "Lai". Das Becken verfügt über eine 21 Zeilen lange Inschrift, die es zu einem bedeutenden Fund macht. Jede Zeile besteht aus 17 bis 19 Worten. Insgesamt besteht die Inschrift aus 372 Worten. Die Inschrift des Beckens ist die längste Inschrift auf einem bronzenen Gefäß der westlichen Zhou-Dynastie, die bisher in China ausgegraben wurde.

Mit Fäden aus Silber genähtes Totenkleid aus Jade

In einem Grab bei Liuhe in Houshan, in der Nähe der Stadt Xuzhou in der Provinz Jiangsu wurde 1996 ein mit silbernen Fäden genähtes Totenkleid aus Jade entdeckt. Das Kleid stammt aus der Westlichen Han-Dynastie (206 v.Chr.-8). Während der Han-Dynastie war ein Totenkleid aus Jade ein unverzichtbarer Bestandteil eines Begräbnisses. Je nach dem sozialen Status des Verstorbenen wurden verschiedene Materialien verwendet. Nur der Kaiser besaß das Privileg, ein mit goldenen Fäden genähtes Totenkleid aus Jade zu tragen. Verstorbenen Fürsten war ein mit silbernen Fäden genähtes Totenkleid aus Jade vorbehalten. Starben andere Aristokraten oder kaiserliche Prinzessinnen, stand ihn lediglich ein mit Kupferfäden genähtes Totenkleid aus Jade zu.

Sitzender vergoldeter Bronzebuddha mit Drachensäule

Die vergoldete Bronze eines sitzenden Buddhas mit einer Drachensäule stammt aus der Zeit der Fünf-Dynastien (907-960) und wurde im Jahr 2001 in der Krypta der Leifeng-Pagode in Hangzhou in der Provinz Zhejiang entdeckt. Das Design der Statue, in dem ein Drachenmotiv, ein Symbol der chinesischen Kultur, mit dem Buddhismus, einer ausländischen Kultur, in Verbindung gebracht wird, ist äußerst selten. Die Buddhafigur ist ein deutlicher Beweis für den Zusammenschluss der chinesischen mit ausländischen Kulturen und von großem Forschungswert.

(China.org.cn, chinaculture.org, 31. Juli 2007)


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