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Geschichte Tibets

german.china.org.cn          Datum: 17. 04. 2008

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Bereits lange vor unserer Zeitrechnung begannen Menschen das Tibet-Qinghai-Hochland im Südwesten des heutigen China zu besiedeln. Im Laufe der Zeit vereinigten sich die verschiedenen Stämme, die über das Plateau verteilt lebten, und wurden zum tibetischen Volk.

Nach einer Reihe von Kriegen in der frühen Tang-Dynastie (618-907) förderten die Tibeter durch Heiratspolitik freundschaftliche Beziehungen mit dem Tang-Hof. In der Song-Dynastie (960-1279) nahmen die Tibeter mit der Zentralebene Handelsbeziehungen auf Tauschbasis auf. In der Yuan-Dynastie (1206-1368) war das Vielvölker-Kaiserreich China bereits geeint und Tibet war als eine durch den zentralen Hof der Yuan regierte Verwaltungseinheit als organischer Bestandteil integriert. Seither waren die Tibeter, gemeinsam mit anderen Völkern unter der Zentralregierung Zeugen von Aufstieg und Fall verschiedener Dynastien und erlebten die Veränderungen im Laufe der Geschichte mit.

Die Tubo Monarchie

Songzain Gambo

Zu Beginn des 7. Jahrhunderts wurde die mächtige Tang-Dynastie in der Zentralebene gegründet und damit endete eine Phase der Auflösung und des Chaos, die die Region mehr als 300 Jahre bestimmte. Gleichzeitig vereinigte der Stammesführer Songzain Gambo mehr als zehn verschiedene Stämme und gründete ein Königreich, das Tubo heißt und einen großen Teil dessen umfasste, was später als Tibet bekannt wurde. Er sandte zwei Mal Minister an den Tang-Hof, um eine Heirat mit einem Mitglied der kaiserlichen Familie zu erbitten, und 641 wurde Prinzessin Wencheng aus der Familie von Kaiser Taizong für diese Rolle ausgewählt. Während der Regentschaft von Songzain Gabo wurden die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen den beiden Staaten zunehmend freundlicher und intensiver. Diese freundschaftlichen Beziehungen wurden die nächsten 200 Jahre und darüber hinaus fortgesetzt.

Prinzessin Wencheng

821 schickte der Tubo-König Chi Raibajain Gesandte nach Chang'an, der Hauptstadt der Tang-Dynastie, und erbat einen Zusammenschluss. Kaiser Muzong veranlasste seine leitenden Beamten eine große Zeremonie zur Vereinigung der beiden Staaten in den westlichen Vororten von Chang’an abzuhalten. Im Jahr darauf schlossen die Tang-Dynastie und das Königreich Tubo in einem östlichen Vorort von Lhasa einen formalen Vertrag über eine Allianz. Beide Seiten bekräftigten ihre engen Beziehungen durch Heiraten und beschlossen, einander als eine Familie zu betrachten. Der Vertrag wurde auf drei Stelen zum Tang-Tibetischen-Friedensvertrag verewigt und eine der Stelen steht noch immer vor dem Jokhang-Tempel in Lhasa.

842 zerbrach das Königreich Tubo und rivalisierende Gruppen von Ministern, Mitgliedern der königlichen Familie und verschiedenen Stämmen verstrickten sich in einen erbitterten Kampf, der in unterschiedlicher Intensität die nächsten 400 Jahre andauerte. Jene, die das Elend nicht länger ertragen konnten, flohen in Gegenden in den heutigen Provinzen Gansu, Qinghai, Sichuan und Yunnan.

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Quelle: german.china.org.cn

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