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Geschichte Tibets

german.china.org.cn          Datum: 17. 04. 2008

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Republik China (1912-1949)

Nach der Revolution von 1911 erlebte China große historische Veränderungen, die die Qing-Dynastie stürzten und 1912 zur Gründung der Republik China führten. Während der Republik China, die die verschiedenen Volksgruppen der Han, Mandschuren, Mongolen, Hui und Tibeter zusammen brachte, wechselten die zentralen Machthaber häufig, aber die Maßnahmen in Bezug auf Tibet blieben hinsichtlich der Aufrechterhaltung der nationalen Einheit, staatlichen Souveränität und territorialen Integrität unverändert.

Um die staatliche Souveränität über Tibet zu erhalten, wurden Gesetze und offizielle Dokumente erlassen. Paragraf 3 der Allgemeinen Bestimmungen über die Provisorische Verfassung der Republik China, die unter der Schirmherrschaft von Dr. Sun Yat-sen, dem interimistischen Präsidenten, in Kraft war, legte fest, dass Tibet eine von 22 Provinzen der Republik China ist. Dies legalisierte die Herrschaft der Regierung der Republik China über Tibet. In sämtlichen Tibet betreffenden Bestimmungen in der Verfassung der Republik China wurde betont, dass Tibet ein untrennbarer Bestandteil des chinesischen Territoriums ist und die Zentralregierung Chinas Souveränität über Tibet ausübt.

Außerdem wurden ein Rat für mongolische und tibetische Angelegenheiten und eine Kommission, die für mongolische und tibetische Angelegenheiten zuständig war, eingerichtet. Der Rat für mongolische und tibetische Angelegenheiten wurde 1912 gegründet, war direkt dem Staatsrat unterstellt und war als zentrales Staatsorgan direkt für tibetische und mongolische Angelegenheiten zuständig. 1914 wurde er in Kommission für mongolische und tibetische Angelegenheiten umbenannt. 1927 verlegte die Republik China ihre Hauptstadt nach Nanjing, heute Provinzhauptstadt von Jiangsu, und etablierte die Nanjing-Regierung. Kurz darauf wurde die Gründung einer Kommission, die für mongolische und tibetische Angelegenheiten zuständig war, bekannt gegeben. Einige Mitglieder der Kommission waren Menschen mit großem Einfluss in den mongolischen und tibetischen Gebieten, darunter der neunte Panchen Lama, der 13. Dalai Lama und Vertreter der tibetischen Regierung, die in Nanjing stationiert waren, darunter Gongjor Zongnyi, Zhamgya Hotogtu und Meister Xêrab Gyamco, einem sehr berühmten buddhistischen Gelehrten, der als Vizevorsitzender der Kommission fungierte.

Dem Dalai Lama und dem Panchen Lama wurden weitere Ehrentitel verliehen und ihre Vertreter durften den Zeremonien zur Auffindung der Reinkarnationen und ihrer Inthronisation vorstehen. Zu Beginn der Republikzeit schaffte es der 13. Dalai Lama, dem von der Qing-Regierung sein Ehrentitel aberkannt wurde und der daraufhin Tibet Richtung Indien verlassen hatte, mit der Regierung der Republik China in Kontakt zu treten und er formulierte seinen Wunsch, nach Tibet zurückzukehren. Am 28. Oktober 1912 verkündete der interimistische Präsident Yuan Shikai die Wiedereinführung des Ehrentitels für den Dalai Lama. Kurz darauf kehrte der 13. Dalai Lama zurück. Um die internen Widersprüche zwischen dem Dalai Lama und dem Panchen Lama zu entschärfen, gab Yuan Shikai am 1. April 1913 den Befehl, dem neunten Panchen Lama einen zusätzlichen Ehrentitel zu verleihen, um ihn für seinen Beitrag zur Verteidigung der Einheit des Vaterlandes zu ehren.

Im Dezember 1933 starb der 13. Dalai Lama und die Lokalregierung von Tibet sandte entsprechend der historischen Gepflogenheiten einen Bericht an die Zentralregierung. Die Zentralregierung gewährte dem Verstorbenen posthum den Ehrentitel eines Meisters der Verteidigung des Landes und entsandte Huang Musong, den Vorsitzenden der Kommission, die für mongolische und tibetische Angelegenheiten zuständig war, nach Tibet, um sein Ableben zu betrauern. 1938 wurde unter der Schirmherrschaft von Lama Razhêng in Qinghai Lhamo Toinzhub gefunden und entsprechend den religiösen Ritualen und der historischen Tradition zur Reinkarnation des verstorbenen 13. Dalai Lama bestimmt. 1940 reiste Wu Zhongxin, der Vorsitzende der Kommission verantwortlich für mongolische und tibetische Angelegen, als Vertreter der Zentralregierung nach Tibet, um der Inthronisierung des 14. Dalai Lamas vorzustehen.

Als der neunte Panchen Lama auf seiner Rückreise nach Tibet im Dezember 1937 in Qinghai verstarb, verlieh ihm die Regierung der Republik China den Ehrentitel eines Meisters und 1938 entsandte die Zentralregierung Dai Chuanxian, den Präsidenten des Prüfungsamtes nach Garzê, um das Ableben des neunten Panchen Lama zu betrauern. Anfang 1949 entsandte die Regierung der Republik China einen Vertreter, um zu verkünden, dass Qoigyi Gyaicain der zehnte Panchen Lama sei, und er nahm an den Feierlichkeiten im Kloster Gumbum in Qinghai teil. Im August wurde Guan Jiyu, der Vorsitzende der Kommission verantwortlich für mongolische und tibetische Angelegenheiten, von der Zentralregierung zur Inthronisierungsfeier des zehnten Panchen Lama nach Qinghai geschickt.

Mönche und Laien aus der Oberschicht wurden in die staatliche Verwaltung eingebunden und während der Republik China nahmen an jedem Treffen der Nationalversammlung tibetische Delegierte teil. Beispielsweise als die Nationalversammlung von 15. November bis 25. Dezember 1946 in Nanjing tagte, um die Verfassung der Republik China auszuarbeiten, nahmen 17 Delegierte aus Tibet, darunter Tudain Sangpi und Jijigmei, teil.

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Quelle: german.china.org.cn

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