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Geschichte Tibets

german.china.org.cn          Datum: 17. 04. 2008

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Volksrepublik China

Die Volksrepublik China wurde 1949 gegründet. Entsprechend den historischen Bedingungen und der Realität in Tibet entschied sich die Zentrale Volksregierung für eine friedliche Befreiung Tibets.

Die friedliche Befreiung Tibets 1951

Am 1. Oktober 1949 wurde die Volksrepublik China gegründet. Die Gêlug-Schule (Gelbmützen) in Tibet verfügte über zwei Reinkarnationssysteme einschließlich des für den Panchen Lama. Der zehnte Panchen Lama Qoigyi Gyaincain telegrafierte dem Vorsitzenden Mao Zedong, und dem Oberkommandierenden der Volksbefreiungsarmee Zhu De, und demonstrierte große Unterstützung für die Zentrale Volksregierung und formulierte die Hoffnung, dass Tibet möglichst bald befreit werden möge. Am 23. November 1949 antworteten Mao Zedong und Zhu De. Später wandte sich die Zentrale Volksregierung mehrmals an die lokalen Behörden von Tibet, um eine friedliche Befreiung Tibets zu erreichen, und versuchte über verschiedene Kanäle eine Einigung zu erzielen.

Dennoch lehnte die lokale Regierung von Tibet unter der Regentschaft von Dagzha und seinen Truppen proimperialistischer Separatisten alle positiven Vorstöße der Zentralregierung für eine friedliche Befreiung Tibets ab, und behinderte die Personen, die zu diesem Zweck von der Zentralregierung entsandt wurden. Sie zog 8000 tibetische Soldaten zusammen und stellte sie in Qamdo und entlang dem Westufer des Jinsha-Flusses (Oberlauf des Jangtse) auf, um die Volksbefreiungsarmee bei ihrem Vorstoß nach Westen aufzuhalten. Um die Verschwörung der Feine zunichte zu machen, und gegen die proimperialistischen Separatisten durchzugreifen, befreite die Volksbefreiungsarmee am 24. Oktober 1950 mit Unterstützung der dort lebenden Tibeter Qamdo, wodurch günstige Bedingungen für eine friedliche Befreiung Tibets geschaffen wurden.

Nach der Befreiung von Qamdo hätte die Volksbefreiungsarmee weiter vorstoßen könne, um ganz Tibet zu befreien, aber das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) und die Zentrale Volksregierung bestand 1951 auf der friedlichen Befreiung Tibets und gab den eindeutigen Befehl, die Volksbefreiungsarmee zurückzuhalten und Arbeit unter der lokalen Bevölkerung zu leisten, während die Zentralregierung auf die Entsendung von Vertretern für Gespräche nach Beijing wartet. Gleichzeitig veröffentlichte das Militär- und Regierungskomitee für den Südwesten und die Volksbefreiungsarmee für das militärische Wehrbezirk im Südwesten gemeinsam auf Tibetisch und Chinesisch eine Bekanntmachung für die Befreiung von Tibet in zehn Punkten.

Der 14. Dalai Lama und die Lokalregierung von Tibet formulierten schließlich im Januar 1951 nach vielen Überzeugungsversuchen durch die Zentralregierung und ergriffen von ihrer Politik den Wunsch, eine friedliche Lösung zu verfolgen.

Am 29. April 1951 begannen die Bevollmächtigten der Zentralen Volksregierung und der Lokalregierung von Tibet Verhandlungen in der Fernmeldeabteilung der Militärischen Kontrollkommission von Beijing. Innerhalb eines Monats wurde in allen wichtigen Punkten eine Einigung erzielt. Am 23. Mai 1951 wurde eine große Zeremonie zur Unterzeichnung der Vereinbarung der Zentralen Volksregierung mit der Lokalen Regierung Tibets über Maßnahmen zur friedlichen Befreiung Tibets (auch bekannt als 17-Punkte-Abkommen) im Qinzheng-Saal im Beijinger Regierungsbezirk Zhongnanhai abgehalten.

Nach der Unterzeichnung der Vereinbarung über die friedliche Befreiung Tibets telegrafierte der 14. Dalai Lama an den Vorsitzenden Mao Zedong: "Die tibetische Lokalregierung, der Klerus und die Zivilbevölkerung unterstützen diese Vereinbarung geschlossen und werden unter der Führung des Vorsitzenden Mao und der Zentralen Volksregierung die Volksbefreiungsarmee aktiv dabei unterstützen, die Landesverteidigung in Tibet zu festigen, den imperialistischen Einfluss abzustellen und die Einheit von Souveränität und Territorium des Vaterlandes sicherzustellen." Der zehnte Panchen Lama telegrafierte ebenfalls an den Vorsitzenden Mao und erklärte seine Zustimmung zu dem 17-Punkte-Abkommen und seine Entschlossenheit die Einheit und Souveränität des Vaterlandes hoch zu halten.

Entsprechend der Vereinbarung zogen die Truppen der Volksbefreiungsarmee in Tibet problemlos in Lhasa ein und wurden mit einer großen Willkommensfeier begrüßt, die sich aus mehr als 20.000 Personen, darunter Beamten der Lokalregierung von Tibet, Geistliche und Zivilbevölkerung, zusammensetzte. Kurz darauf zogen die Truppen der Volksbefreiungsarmee in strategischen Grenzorten wie Nagqu, Ngari, Zayü, Gyangzê, Xigazê und Yadong ein. Wo immer sie hinkamen, wurden sie von den Tibetern willkommengeheißen. Zu diesem Zeitpunkt war Tibet wirklich befreit und die Einheit des chinesischen Vaterlandes wurde erreicht.

1954 kamen der 14. Dalai Lama und der zehnte Panchen Lama nach Beijing um an der ersten Tagung des ersten Nationalen Volkskongresses (NVK) der Volksrepublik China teilzunehmen. Auf der Tagung wurde der 14. Dalai Lama zum Vizevorsitzenden des Ständigen Ausschusses des NVK und der zehnte Panchen Lama zum Mitglied des Ständigen Ausschusses des NVK gewählt.

Demokratische Reform von 1959

Nach der friedlichen Befreiung Tibets 1951 bestand in Tibet weiterhin feudale Leibeigenschaft. Nachdem die Bedingungen zur Abschaffung dieses Systems noch nicht reif waren, führte der Vorsitzende Mao in einem Bericht über "Fragen in Bezug auf den korrekten Umgang mit den Widersprüchen im Volk" die Maßnahmen für Tibet aus, wonach die Bedingungen dort "für sechs Jahre unverändert aufrechterhalten" werden sollten. Diese Maßnahme war ein weiteres Zugeständnis an Tibet und sie verfolgte den Zweck, darauf zu warten, dass die volle öffentliche Aufmerksamkeit auf die friedliche Reform gelenkt wird.

Dennoch war eine Gruppe hochrangiger Reaktionäre in Tibet von Anfang an gegen die Reformen. Sie zerrissen sogar öffentlich das 17-Punkte-Abkommen und verkündeten am 10. März 1959 die "Unabhängigkeit von Tibet“. Sie organisierten tibetische Truppen, die den Militärbezirk Tibet und die Organe der Zentralregierung in Tibet umzingelten, und starteten am 20. März in der Früh einen Großangriff. Um die Einheit von China zu wahren, gab die Zentralregierung den Befehl, die Rebellion in Tibet niederzuschlagen und verkündete, dass das Vorbereitungskomitee zur Gründung des Autonomen Gebiet Tibets als Lokalregierung fungieren sollte. In Tibet begann eine Zeit der Unterdrückung der Rebellion und der Reformen.

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Quelle: german.china.org.cn

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