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| german.china.org.cn Datum: 03. 07. 2008 |
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Mode der Qiang: Auf einer Ausstellung zur Kultur der Qiang im Kulturpalast der Nationalitäten sind schöne Kleidungsstücke der Qiang zu sehen. (Yuan Yuan)
Die Geschichte der ethnischen Gruppe der Qiang kann bis in die Shang-Dynastie (1600 v. Chr.-1046 v. Chr.) zurückverfolgt werden. Nach der chinaweiten Volkszählung aus dem Jahr 2000 leben 306.000 Angehörige der Qiang in der autonomen Präfektur der Tibeter und der Qiang Nationalität Aba in der Provinz Sichuan. Beichuan, einer der Landkreise der Präfektur, hat eine Geschichte von 1400 Jahren und war lange ein Versammlungsort für die Angehörigen der Qiang. Heute ist der Landkreis der einzige autonome Landkreis der Qiang in China. Von den 169.000 Bewohnern von Beichuan gehören 60 Prozent dem Volk der Qiang an. In dem Erdbeben haben rund 30.000 Angehörige der Qiang ihr Leben verloren.
Einzigartige Charakteristika
Das Volk der Qiang hat eine reiche Kultur. Ihre Häuser, Kleidung, Nahrungsmittel, Musik, Tanz und Sprache haben alle einzigartige Charakteristika.
"Die Qiang-Flöte muss die Melodie der weinenden Weide nicht spielen, da der Yumen-Pass den Frühlingswind ausgesperrt hat." Dieses antike Gedicht, das üblicherweise von einer Qiang-Flöte begleitet wird, ist in ganz China sehr bekannt. Die Flöte der Qiang ist schwer zu spielen und nur wenige haben sie gemeistert.
Die Volkslieder und Trommeln der Qiang sind ebenfalls ein Charakteristikum ihrer Kultur. Sie verschwinden aber allmählich, da die jüngere Generation sich immer mehr für moderne Musik interessiert. Durch das Erdbeben verloren eine Reihe von Flötisten, Trommlern und Volkssängern der Qiang ihr Leben.
Die Sprache der Qiang kennt keine geschriebene Form, daher können Bräuche nur mündlich oder durch Vorführung tradiert werden. Eine Anzahl älterer Angehöriger der Qiang, die für ihr kulturelles Wissen bekannt waren, hat in dem Erdbeben ebenfalls den Tod gefunden. "Im Landkreis Wenchuan, dem Epizentrum des Erdbebens, gab es mehr als 10 Qiang-Älteste, die viel über die Kultur der Qiang und ihre Geschichte wussten. Sie wurden als wandelnde Geschichtsbücher des Qiang-Volkes angesehen. Einige von ihnen sind bei dem Erdbeben ums Leben gekommen", sagt Hou Bin, ein Professor der südwestlichen Universität der Nationalitäten.
Die Dörfer der Qiang werden meist auf Bergen errichtet, ein Umstand, der ihnen den Namen "Dörfer in den Wolken" eingetragen hat. Traditionell gab es in ihnen Wachtürme, Qiong Long genannt, die das Gelände in der Umgebung übersahen. Die Qiang bauen seit mehr als 2000 Jahren Wachtürme, aber das Erdbeben hat einige ihrer Wachtürme zerstört und andere schwer beschädigt.
Quelle: Beijing Review
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