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| german.china.org.cn Datum: 03. 07. 2008 |
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Obwohl das Erdbeben zusätzliche Aufmerksamkeit für den Schutz der Kultur der Qiang hervorgerufen hat, ist der Schutz der Qiang-Kultur bereits seit einiger Zeit ein Thema in China. Im vergangenen Jahr hat die Regierung der Stadt Mianyang in der Provinz Sichuan 100.000 Yuan für die Zusammenstellung einer Sammlung kultureller Objekten der Qiang zur Verfügung gestellt. "Niemand konnte ahnen, dass diese Sammlung nur dazu führen würde, dass noch mehr Relikte durch das Erdbeben zerstört wurden", sagte Gao.
Durch das Erdbeben haben zahlreiche Angehörige der Qiang ihre Häuser verloren und mussten ihre Dörfer verlassen. Für viele von ihnen war es das erste Mal, dass sie die Außenwelt gesehen haben. "Da Beichuan vollständig zerstört wurde, mussten die Angehörigen der Qiang andere Orte finden, um neue Häuser zu bauen. Dadurch werden die Qiang möglicherweise über viele verschiedene Orte zerstreut, was die Tradierung ihrer Kultur zusätzlich erschwert", sagt Gao.
Während eines Besuches im Landkreis Beichuan am 24. Mai erklärte der chinesische Premierminister Wen Jiabao, dass die antike Kultur und Zivilisation des Volkes der Qiang geschützt werden müsse.
Am 30. Mai wurde in Beijing das "Forum über den Schutz der Kultur der Qiang in den Erdbebengebieten" abgehalten und im Juni wurde in der Großen Halle des Volkes in Peking das "Forum über den dringlichen Schutz der Kulturdenkmäler der Qiang" veranstaltet. Zahlreiche Experten unterschiedlicher Universitäten und Verbände diskutierten, wie man die vom Untergang bedrohte Kultur der Qiang schützen könne. Sie erklärten, dass der Schutz des materiellen und des immateriellen Kulturerbes der Qiang ein bedeutender Teil beim Wiederaufbau in den Erdbebengebieten sein sollte. Bei der Umsiedlung der Qiang sollte in den neuen Siedlungsgebieten eine ähnliche kulturelle Umgebung geschaffen werden.
Die Kultur der Qiang hat eine Geschichte von mehr als 3000 Jahren. Heute umfasst das Volk der Qiang nur noch rund 300.000 Personen. Es ist schwer zu sagen, bis zu welchem Grad die Kultur der Qiang Einfluss auf andere Nationalitäten hat", sagt Feng Jicai, Vorsitzender der chinesischen Gesellschaft für Volksliteratur und -Kunst. "Volkskunst ist die Mutter unserer Kultur. Nun ist unsere Mutter unter den Ruinen begraben. Wir müssen sie retten."
"Wir haben die Bestimmungen zum Schutz von materiellem und immateriellem Kulturerbe und wir werden diesen Bestimmungen bei unserer Arbeit folgen", sagt Gao. Gegenwärtig ist Gao damit beschäftigt, unter den Ruinen nach kulturellen Relikten zu suchen.
"Wir planen ein neues, großes folkloristisches Museum der Qiang zu bauen. Über den Standort des neuen Museums wurde noch nicht entschieden, aber das wird nicht mehr lange dauern", sagt Gao. "Ich glaube, solange wir hier sind und niemals aufgeben, wird es für die Kultur der Qiang eine hoffnungsvolle Zukunft geben."
Quelle: Beijing Review
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