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| german.china.org.cn Datum: 02. 09. 2008 |
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Der beliebte chinesisch-sprachige Online-Buchhändler Dangdang.com ist wegen des Verkaufs von illegal publizierten Büchern nach einer Gerichtsverhandlung in Beijing am vergangennen Dienstag schuldig gesprochen worden.
Zhang Hongru, der Präsident des in Beijing ansässigen Verlages Tuanjie, hatte Dangdang verklagt, nachdem er über die Internetseite Anfang Juli ein Buch gekauft hatte, dass er nach eigenen Angaben selbst herausgegeben hatte, und herausfand, dass es gefälscht und illegal publiziert worden war.
Dangdang wurde aufgefordert, das Original des illegalen Buchs innerhalb von 10 Tagen bei der Anhörung im Bezirksgericht Dongcheng am Dienstag vorzulegen.
"Dangdang ist in der Beweispflicht. Wenn er keine Beweise vorbringen kann, hat er die volle Verantwortung zu tragen", so der Staatsanwalt Wang Xuelin am Mittwoch gegenüber Xinhua.
Zhang hat die "Enzyklopädie des Weltgeschehens im 21. Jahrhundert" 1993 zusammengestellt und vom Beijing-Verlag publizieren lassen. Das Buch, das er bei Dangdang bestellt hat, war jedoch mit seinem Namen und dem Titel Bejing-Verlag bedruckt, während der Inhalt leicht verändert war.
Zhang forderte Dangdang in seiner Anklage auf, eine öffentliche Entschuldigung im China Press and Publishing Journal abzugeben und rund 60.000 Yuan (6.000 Euro) wegen Rufschädigung und Verletzung des Copyrights zu zahlen.
Nach chinesischem Copyright-Recht können die Produktion und der Verkauf von Raubkopien mit einer Entschuldigung und einer Geldstrafe sowie dem Verbot des weiteren Verkaufes des Werkes geahndet werden.
Dangdang's Anwalt Gui Jin gab keinen Kommentar ab. Jedoch steht das Buch immer noch bei Dangdang zum Verkauf.
Es war nicht das erste Mal, dass Dangdang wegen des Verkaufs von illegal publizierten Büchern verklagt worden ist. In einem ähnlichen Fall von 2007 wurde Dangdang aufgefordert, illegale Bücher von seiner Webseite zu nehmen, doch wurde keine Geldstrafe verhängt.
Dangdang ist einer der größten chinesisch-sprachigen Online-Händler, und Online-Shopping ist heute sehr beliebt in China, insbesondere unter jungen Leuten. Chinesische Online-Käufer gaben 16,2 Milliarden Yuan (rund 1,6 Milliarden Euro) in 19 großen Städten in der ersten Hälfte von 2008.
Quelle: Xinhua
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