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20. 10. 2008 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Kunstmarkt im Schatten der wirtschaftlichen Turbulenzen

Auch der internationale Kunstmarkt leidet unter den wirtschaftlichen Turbulenzen. Qualitativ hochwertige Kunst und Antiquitäten werden laut Marktkennern daher immer bedeutender.

1 Auch der internationale Kunstmarkt leidet unter den wirtschaftlichen Turbulenzen. Qualitativ hochwertige Kunst und Antiquit?ten werden laut Marktkennern daher immer bedeutender.

Der boomende chinesische Kunstmarkt wird aufgrund der schlechten weltweiten Wirtschaftslage in den kommenden Monaten unter verstärktem Druck stehen, meinen Händler und Marktkenner vor wichtigen Auktionen in Hong Kong.

Die halbjährlich stattfindenden Auktionen in Hong Kong im Frühling und Herbst sind wichtige Fixpunkte im internationalen Kunstkalender und bringen die wichtigsten Händler und Sammler der Welt in die Stadt, die heute international als das drittgrößte Kunstverkaufszentrum nach London und New York gilt.

Der Schätzwert der asiatischen Kunstwerke der Spitzenklasse und besonders moderner chinesischer Gemälde ist in den letzten Jahren in den Himmel geschossen und Werke von Künstlern wie Zhang Xiaogang und Zeng Fanzhi erreichten rekordverdächtige Preise, die durch eine Spekulationsblase angeheizt wurden. Ein Gemälde mit maskierten Figuren von Zeng erzielte diesen Frühling bei einer Rekordauktion moderner asiatischer Kunst einen Preis von 9,7 Millionen US-Dollar. Sotheby’s wird in den nächsten fünf Tagen diese Herbstsaison mit einer Versteigerung asiatischer Kunstschätze, darunter chinesischer Keramik und Gemälden, seltenen Schätzen aus der Qing-Dynastie südostasiatischer Kunst, Schmuck und Uhren eröffnen.

Einige Marktkenner sagen allerdings, dass die Nachfrage inmitten der internationalen Turbulenzen abnehmend ist. "Ich habe viele ausländische Klienten aus den USA und Europa und die werden an der Auktion nicht teilnehmen, da der Dow Jones so gefallen ist", sagte Kevin Lin, ein Kunsthändler aus Taiwan. Über chinesische Keramik sagte Lin: "Die Preise werden nicht so verrückt spielen wie bisher, sondern eher unter den Erwartungen bleiben."

Mit den sich verdunkelnden Aussichten der internationalen Wirtschaft und dem Kreditfluss, der den Geldmarkt einfriert, meinte Kevin Ching, der Sotheby’s-Geschäftsführer für Asien, dass seine frühere Prognose von 2 Milliarden HK-Dollar für die Hong Kong-Verkäufe beeinträchtigt werden könnte. "Angesichts der bisherigen Vorgänge, sind wir an einige Versender herangetreten, um zu sehen, ob sie ihre Reserven verringern oder so, aber es war sehr interessant, dass der Großteil der Leute, die wir kontaktierten, sehr zufrieden oder optimistisch genug schienen, um an ihren ursprünglichen Reserven festzuhalten", sagte er.

Die Sotheby’s-Aktien sind in den letzten drei Monaten um 22 Prozent gefallen und um 61 Prozent in den letzten 12 Monaten. Ching sagte, dass die starke Nachfrage chinesischer Käufer den Markt stütze, wobei ein Set kaiserlicher Jadesiegel und Schriftrollen von Kaiser Qianlong besonders begehrt sind.

Auf der Internationalen Kunst- und Antiquitätenmesse von Hong Kong werden voraussichtlich Verkäufe in der Höhe von 140 Millionen HK-Dollar einbringen, mindestens so viel wie letztes Jahr. "Alle sind vorsichtiger. Daher werden die qualitativ hochwertigen Stücke wichtiger und wichtiger", sagte Andy Hei, Gründer und Direktor der Messe.

Quelle: Shanghai Daily

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