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| 24. 10. 2008 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Zeitgenössische Werke aus Porzellan sind seit einiger Zeit vor traditionellen Porzellanstücken auf dem Vormarsch. Experten erklären, warum es sinnvoll ist, in zeitgenössische Kunstwerke zu investieren.

Antike Porzellanartefakte haben den Porzellansammlermarkt lange Zeit dominiert, doch die seit kurzer Zeit wachsende Zahl an Fälschungen und die immer exorbitanteren Preise drängen Sammler in eine neue Richtung. Zeitgenössische Porzellankunstwerke haben im Vergleich zu antiken laut Experten ein riesiges Potential und werden nicht so leicht gefälscht.
Marktabhängigkeit
Gao Su, Leiter der Abteilung für Porzellansammlung beim Internationalen Sammlerverband, erklärte in der Beijing Times, dass im Vergleich zu antikem Porzellan zeitgenössisches Porzellan zahlreiche kunsthandwerkliche Fortschritte gemacht habe, und dass es durch neue Technologien manche Kunstwerke in Farbe und Gestaltung sogar besser als antike Werke gefertigt sei. "Das größte Problem für Sammler antiker Stücke sind die grassierenden Fälschungen auf dem Markt, wegen derer gewöhnliche Sammler es schwer haben, echte Stücke zu finden", so Gao. Er meint, eine weitere Schwierigkeit für gewöhnliche Sammler seien Preise für antikes Porzellan in Höhe von Millionen von Yuan.
Laut Gao gibt es nicht viele Fälschungen von zeitgenössischem Porzellan, und sein Preis ist relativ niedrig, wodurch Käufer angelockt werden. "Erstklassige Werke von heute könnten seltene Schätze von morgen sein", so Gao. Seine Ansicht wurde durch die Verkäufe von Porzellan in Aktionshäusern bestätigt. Die Marktreaktion auf eine Frühjahrsauktion von China Guardian Auctions, einem in Beijing ansässigen Auktionshaus, war viel versprechend. "Die erfolgreiche Auktion hat den Status von zeitgenössischer Porzellankunst erheblich erhöht, und der Markt hat den wahren Wert von Keramiken gezeigt", so Weng Li, geschäftsführender Direktor der Beijing Hebixing Craftwork Company gegenüber der Beijing Times. Laut Weng ist zeitgenössisches Porzellan, insbesondere solches von berühmten Künstlern aus Jingdezhen in der Provinz Jiangxi, der Hochburg für Porzellan in China mit einer Geschichte von 1700 Jahren, allmählich von Sammlern und Investoren akzeptiert worden. Einige wertvolle Stücke werden von Museen und Kunstinstitutionen im Ausland gesammelt. "Der Marktwert von zeitgenössischen Porzellankunstwerken steigt kontinuierlich um mindestens 20 Prozent pro Jahr", erklärt Weng. Sammler sagen voraus, dass dieser Trend in den nächsten fünf bis zehn Jahren anhalten werde.
Quelle: Beijing Review
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