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| 28. 11. 2008 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Ungleiche Bildungschancen auf der Welt sind nach wie vor ein Brennpunktthema. Die UNESCO ruft die Regierungen zu Maßnahmen für mehr soziale Gerechtigkeit auf.

Koichiro Matsuura, Generaldirektor der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO), spricht auf der Eröffnung der 48. Internationalen Konferenz für Bildung (ICE) im schweizerischen Genf (25. Nov. 2008). (Foto: Xinhua)
Millionen Kinder auf der ganzen Welt sind wegen ungleicher Bildungschancen der Möglichkeit beraubt, zur Schule zu gehen, und müssen in Armut leben, heißt es in einem Bericht der UNESCO vom Dienstag. In dem Bericht, der von der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) veröffentlicht wurde, wurde eine Mischung aus politischer Indifferenz, schwachen innerstaatlichen Richtlinien und der Ermangelung von Helfern, die ihr Engagement gegen fortbestehende Ungleichmäßigkeiten bei der Bildung einsetzen, für das Problem mitverantwortlich gemacht.
Die Organisation warnte, dass "inakzeptable" nationale und globale Bildungs-Missverhältnisse die Bemühungen zur Erreichung internationaler Entwicklungsziele untergraben. "Ungleiche Chancen auf Bildung und Erziehung verstärken Armut, Hunger und Kindersterblichkeit und reduzieren die Aussichten für ökonomisches Wachstum. Daher müssen Regierungen mit einem schärferen Sinn für Dringlichkeit handeln", so der Generaldirektor der UNESCO, Koichiro Matsuura.
In dem Bericht heißt es, dass eine "riesige Kluft" hinsichtlich der Bildungschancen bestehe, wodurch der Unterschied zwischen armen und reichen Ländern größer werde. Eines von drei Kindern in Entwicklungsländern beziehungsweise 193 Millionen Kinder insgesamt erreichen das Grundschulalter mit beeinträchtigter Gehirnentwicklung und ungenügenden Bildungsaussichten aufgrund von Mangelernährung, besagt der Bericht. Rund 75 Millionen arme Kinder, darunter nahezu ein Drittel schwarzafrikanische Kinder, können nicht zur Schule gehen, verglichen mit über einem Drittel an Kindern in reichen Ländern, die die Universität absolvieren, wird im Bericht ergänzt.
Hinzu kommt, dass bei der Möglichkeit des Schuleintritts in weiten Teilen Südasiens und Schwarzafrika weiterhin große Unterschiede bei den Geschlechtern bestehen. Benachteiligungen aufgrund von Sprache, Rasse, Ethnizität und Unterschieden auf dem Land und in der Stadt bleiben ebenfalls bestehen.
Quelle: Xinhua
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