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01. 12. 2008 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Etappensieg im Kampf gegen Alzheimer und Herzerkrankungen

Amerikanische Wissenschaftler haben eine natürliche Substanz entdeckt, die Herzerkrankungen und Alzheimer vorbeugt. Diese unter anderem in Rotwein vorkommenden sogenannten Poyphenole verhindern die Bildung toxischer Fettablagerungen.

1 Amerikanische Wissenschaftler haben eine natürliche Substanz entdeckt, die Herzerkrankungen und Alzheimer vorbeugt. Diese unter anderem in Rotwein vorkommenden sogenannten Poyphenole verhindern die Bildung toxischer Fettablagerungen.

Amerikanische Wisschenschaftler haben herausgefunden, warum Menschen die Rotwein trinken, selten an Herzkrankheiten leiden. Außerdem haben sie möglicherweise eine natürliche Substanz entdeckt, die die Auswirkungen von Alzheimer zum Teil aufhebt, geht aus einer neuen Studie hervor. Die Forscher der University of California in Los Angeles (UCLA) erklärten, die Entdeckung werde nun an menschlichen Versuchspersonen getestet. Bei der Substanz könnte es sich um die erste krankheitsmodifizierende Substanz zur Behandlung von Alzheimer handeln.

Die Ergebnisse der Studie wurden in der Novemberausgabe des Journal of Biological Chemistry veröffentlicht und könnten erklären, warum die in Frankreich typische Ernährung, die reich an Cholesterol, gesättigten Fetten und Rotwein ist, nicht zu einem entsprechend hohem Auftreten an Herzerkrankungen und Alzheimer führt. "Wir glauben, dass dies ein bedeutender Schritt weiter ist", erklärte der führende Wissenschaftler David Teplow in einer von der UCLA veröffentlichten Stellungnahme. Teplow ist Professor für Neurologie.

Teplow und seine Forschungsgruppe haben erforscht, wie in Rotwein vorkommende Polyphenole, die Bildung von Proteinen verhindern, die im Blut toxische Fettablagerungen bilden. Diese Ablagerungen verstopfen die Arterien und führen zu Alzheimer. Die Forschungsgruppe um Teplow untersuchte 8000 unterschiedliche, in der Natur vorkommende Arten von Polyphenolen. Der Zusammenhang zwischen Polyphenolen und der Vermeidung toxischer Fettablagerungen ist seit langem bekannt. Nahrungsmittel wie Kakao, Nüsse, Tee und Beeren enthalten Polyphenole. Die neue Studie, erklärt zum ersten Mal die Mechanismen, mit denen die verschiedenen Polyphenole die Fettablagerungen bekämpfen. Die Studie wurde gemeinsam von der UCLA und der Mount Sinai School of Medicine in New York durchgeführt.

An Labormäusen konnten die Wissenschaftler zeigen, wie zwei Arten von Proteinen die im menschlichen Blut vorkommen, Herzerkrankungen und Alzheimer auslösen. Die Proteine verklumpen sich im Blut miteinander, töten Nervenenden und führen zu Herzerkrankungen und Alzheimer. Die Wissenschaftler verwendeten in den Tierversuchen aus Traubenkernen gewonnene Polyphenole und konnten beobachten, wie die natürliche Chemikalie die Bildung der schädlichen Proteine blockierte und ihre Toxizität reduzierte.

Teplow bezeichnete die positiven Eigenschaften der Polyphenole bei der Blockade der Umwandlung der Proteine in toxische Fettablagerungen als "ziemlich direkt". "Wenn sich die Proteine nicht verbinden können, dann können sich keine toxischen Aggregate bilden und somit gibt es keine Toxizität", erklärte Teplow. Dies "deutet darauf hin, dass die Verabreichung des Stoffes an Alzheimerpatienten die Entstehung dieser toxischen Aggregate blockieren, die Entwicklung der Krankheit verhindern und eine bestehende Erkrankung lindern könnte."

Quelle: Xinhua

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