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04. 12. 2008 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Amerikaner chinesischer Abstammung trotz hohen Bildungsniveaus unterbezahlt

Laut einer Studie verdienen Amerikaner chinesischer Abstammung in den USA weniger als nicht-lateinamerikanische Weiße mit demselben Ausbildungsgrad. Die Unterschiede sind unter anderem auf Rassendiskriminierung, Vorurteile hinsichtlich mangelnden Führungspotentials und fehlende Offenheit für unterschiedliche Managementansätze zurückzuführen.

1 Laut einer Studie verdienen Amerikaner chinesischer Abstammung in den USA weniger als nicht-lateinamerikanische Wei?e mit demselben Ausbildungsgrad. Die Unterschiede sind unter anderem auf Rassendiskriminierung und Vorurteile zurückzuführen.

Amerikaner chinesischer Abstammung in den USA verdienen weniger als nicht-lateinamerikanische Weiße mit demselben Ausbildungsgrad - und das trotz der Tatsache, dass sie ein höheres Ausbildungsniveau als die durchschnittliche Bevölkerung haben, belegt eine Studie. Die Kompilierer eines 64-seitigen Berichts, Portrait eines chinesischen Amerikaners, hatten Daten des statistischen Bundesamtes der USA und Daten aus einer Erhebung von 2006 analysiert, berichtete das Wissenschaftsportal EurekAlert letzte Woche.

Die Studie, die gemeinsam von der Universität Maryland und der Organisation für Chinesische Amerikaner (OCA) durchgeführte wurde, besagt, dass es doppelt so viele Hochschulabsolventen unter den chinesischen Amerikanern im Alter von 25 Jahren und höher gebe wie unter der normalen Bevölkerung, doch verdienten sie weniger als nicht-lateinamerikanische Weiße aller Bildungsniveaus. "Amerikanische Männer chinesischer Abstammung verdienen 5.000 bis 15.000 US-Dollar weniger als nicht-lateinamerikanische Weiße mit demselben Ausbildungsniveau", heißt es in dem Bericht.

Die Gründe für die Diskrepanz sind unter anderem Rassendiskriminierung, Stereotypen über einen "Mangel an Führungspotential" sowie Unterschiede zwischen chinesischen Amerikanern und der Mehrheit in den Kategorien "hervorragen" und "Anerkennung erhalten", so Professor Larry Hajime Shinagawa von der Universität Maryland, der die Studie geleitet hat.

Außerdem erhalten chinesische Amerikaner keine steigenden Gehälter mit jeder aufeinanderfolgenden Generation, besagt die Studie. Mitglieder der "1.5-Generation" – solche Chinesen, die in den USA im Alter von 15 Jahren oder jünger eingewandert sind – erhalten die höchsten Renditen aus ihren Bildungserfolgen, heißt es in der Studie. Das liege daran, dass diese Personen bessere Sprachkenntnisse als ihre Eltern der ersten Generation haben und grundsätzlich besser ausgebildet sind, so Michael Lin, Geschäftsführer der OCA und Mitglied des Forschungsteams. Die erste Generation ist außerdem nicht völlig amerikanisiert und strebt eine professionelle Karriere an, ergänzt er.

Während Shinagawa optimistisch in die Zukunft für chinesische Amerikaner blickt, meint er, die Studie impliziere den Bedarf an Entwicklung von "Wahlgruppen" unter chinesischen und asiatischen Amerikanern am Arbeitsplatz, die zu Anerkennung, zum Schutz und zur Interessenvertretung beitragen. Andere Lösungen zur Bekämpfung der Einkommensunterschiede wären eine Sensibilisierung unter Unternehmensmanager, Erzwingung von Menschenrechten, Trainingsprogramme zur Anerkennung verschiedener Arten von Führungskräften und eine Umlenkung von Managementansätzen, meint er.

Quelle: China Daily

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