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01. 07. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Französischer Stadtführer für Neuankömmlinge

Ein Stadtführer in Comicform soll jungen französischen Auswanderern dabei helfen, in Shanghai Fuß zu fassen. Statt einem langweiligen Bürodokument suchten die französische Handelskammer und das Konsulat nach einer interessanteren Möglichkeit, die Neuankömmlinge zu informieren.

Durch farbige Comics und Illustrationen gibt der französische Städteführer "Le Petit Milu" nützliche Informationen über Unterkunft, Gesetze und Gebräuche in Shanghai.

Der französische Stadtführer sagt einem Dinge wie wo man am besten Wohnt, welche Gesetze und Gebräuche zu beachten sind und gibt einem sogar Tipps darüber, wie man am einfachsten chinesische lernt. Der Stadtführer soll jungen Besuchern in Shanghai helfen, sich in der Großstadt zu Recht zu finden. Er wurde von jungen Auswanderern der französischen Junior Handelskammer (Jeune Chambre Economique) in Zusammenarbeit mit dem französischen Generalkonsulat in Shanghai entwickelt und gezeichnet. Das Gratisbuch nutzt Comics, Illustrationen und einfache Sprache, um es den jungen Besuchern näher zu bringen. Der Direktor des "Le Petit Milu" Stadtführerprojekts, Manuel Ramos, sagte, dass das Konsulat und die Handelskammer einen neuen und interessanten Weg finden wollten, um die jungen französischen Auswanderer in Shanghai zu erreichen. Das Durchschnittsalter der mehr als 10.000 Menschen umfassenden französischen Auswanderergemeinde in Shanghai ist 28 Jahre. Ramos sagte, dass der Führer auch nützliche Informationen an die Menschen geben soll, die bereits heute in Shanghai leben.

"Die französische Junior Handelskammer und das Konsulat fragten sich beide, wie man diese wachsende Gruppe junger französische Auswanderer wohl am besten erreichen könnte", erzählte Ramos. "Wir wollen ihnen dabei helfen, ihr Leben hier zu beginnen, und ihnen auch das wichtigste über Shanghai erzählen, ohne ein bürokratisches Dokument auszuhändigen." Der Stadtführer ist in elf Kapitel unterteilt, die einen über alles Mögliche aufklären – zum Beispiel, wie man sich bei der Polizei registrieren muss wenn man ankommt, wie man einen Job findet, lokale Gesetze und Gebräuche und auch Finanzsachen. Gebiete, die die jungen Leute oft weniger interessieren, wie Gesundheit, Versicherungen und Steuergesetze, werden vom Buch ebenfalls einfach erklärt. Der französische Generalkonsul Thierry Mathou sagte, dass die französische Population in Shanghai rasch anwachse und nun die größte französische Gesellschaft in ganz Asien geworden sei. "Es ist eine junge und dynamische Bevölkerung", erklärte er. "Shanghai ist ein sehr attraktiver Ort, besonders für die Franzosen, die es als "Paris des Orients" kennen. Doch es ist auch eine komplexe Stadt, besonders für junge Menschen, die die Regeln und Prinzipien verstehen müssen, um von ihr voll profitieren zu können", so Mathou.

Der Stadtführer wurde von fünf Autoren aus diversen Industrien wie Marketing, Medien, aber auch von Geschäftsinhabern und Unternehmern zusammengestellt. Die Autoren sind Monique Chareuntakul, Emmanuelle Limousin, Benjamin Blanc, Julien Provenzano und Christopher Martinez. Ramos, der das Kapitel über das Chinesischlernen geschrieben hatte, sagte, dass der Führer nicht viel beschreibt, aber die Möglichkeiten in bestimmten Feldern erklärt. So behandelt Ramos beispielsweise im Kapitel über die Sprache die Vor- und Nachteile von Privatunterricht, Gruppenunterricht, Sprachaustausch und dem Lernen der Sprache in einer Universität. Die Illustrationen des professionellen Zeichners Sylvain Limousi sind farbig und auffallend und geben eine visuelle Beschreibung der Szenarien wieder, die die Auswanderer oft in der Stadt erleben werden. Der Stadtführer ist in französischen Institutionen wie dem französischen Konsulat und der Handelskammer ab dieser Woche erhältlich. Daneben wird der Führer auch online verfügbar sein auf www.jcef-shanghai.com. Er wird im September auch an Kaffees und andere beliebte Aufenthaltsorte in Shanghai verteilt werden.

Der französische Generalkonsul Thierry Mathou

Quelle: Shanghai Daily

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