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02. 07. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

"Ein-Hund-Politik" in Guangzhou tritt in Kraft

Ab sofort gilt in Guangzhou die "Ein-Hund-Politik". Die umstrittene Regel darüber, dass jeder Haushalt nur einen Hund halten darf, wird heute in Kraft treten.

Eine neue Regelung über Hundehaltung, die besagt, dass jeder Haushalt nur einen Hund halten darf und die eine heftige Diskussion ausgelöst hat, wird heute in Guangzhou, der Hauptstadt der südchinesischen Provinz Guangdong, in Kraft treten. Luo Zhenhui, stellvertretender Leiter des regionalen Amtes für Öffentliche Sicherheit, erklärte gestern, dass das Amt die Einhaltung der Regel überwachen werde. Der Regel zufolge kann ein Hundebesitzer zu einer Geldstrafe von 2.000 Yuan (220 Euro) verdonnert werden, wenn er mehr als einen Hund hat. "Wir raten Bewohnern, ihre Hunde zu dem Amt zu geben, wenn sie ihre Hunde abschaffen möchten. Die Polizei wird auch Hunde aufgreifen, die illegal behalten werden", so ein Polizeibeamter, der anonym bleiben wollte. Die Stadt macht sich bereit für die Asien-Spiele nächstes Jahr. Sie glaubt, dass die Ein-Hund-Regel, die seit ihrem Entwurf im März Missfallen unter der Öffentlichkeit ausgelöst hat, den Bestand an Hunden reduzieren könne.

"Wenn jede Familie nur einen Hund haben darf, bin ich sicher, dass die Zahl an streunenden Hunden zunimmt. Was wollen die Behörden mit den streunenden Hunden machen? Warum darf ich die Hunde nicht behalten und mich um sie kümmern?" meint eine Frau namens Ye, die seit acht Jahren zwei Hunde hat. Auch viele Leute, die keine Hunde haben, finden die Ein-Hund-Regel hart. "Egal, wie viele Hunde jemand hält, das Wichtigste ist doch, dass der Besitzer die Hunde gut behandelt und dafür sorgt, dass andere Leute nicht belästigt werden", so ein Bewohner im Bezirk Huangpu.

Der Regelung zufolge wird die Registrierungsgebühr in der Stadt für Hunde drastisch von 10.000 Yuan auf 500 Yuan reduziert. Luo erklärt, diese Änderung ziele darauf ab, legale Hundehaltung zu fördern. Das Amt schätzt, dass die Zahl an nicht registrierten Hunden in Guangzhou 100.000 erreicht hat. Allerdings sind nur 800 davon registriert. "Die hohen Gebühren für die Registrierung von Hunden, die laut einer Regel seit 1997 zu zahlen sind, haben sich als nicht effektiv für die Eindämmung der Zahl der Hunde in der Stadt erwiesen", so Chen Xiaoqing von der Legislative der Stadt. Die Regelung verbietet außerdem die Haltung und Zucht von 36 Hundearten in bestimmten Gegenden der Stadt, die als aggressiv eingestuft werden oder über 71 Zentimeter groß sind.

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Quelle: Shanghai Daily

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