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19. 11. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Pettingpolizei patrouilliert noch an Uni

Ein Mitglied der "Campus-Streikposten", die Studenten-Liebespaare von körperlicher Intimität wie Küssen und Umarmen in der Öffentlichkeit abhalten soll, hält vor ein paar Studenten an der Nanjing Forestry University am 6. November 2009. Der Streikposten ist ein Programm der Hochschule, dessen Mitglieder rote Armbinden tragen und Studenten stoppen, die öffentlich Zärtlichkeiten austauschen. Die Universitätsverwaltung sagt, der Streikposten sei sehr hilfreich, um "unzivilisiertes Verhalten" auf dem Campus zu verbieten.

Zwei Monate nachdem eine ostchinesische Universität öffentliches Küssen und Schmusen auf dem Campus verboten hat, ist die Pettingpolizei noch auf Patrouille – trotz einer hitzigen Debatte darüber.

Über 100 Studentenwachen mit roten Armbinden wurden von der Nanjing Forestry University beschäftigt, um den öffentliche Austausch von Zärtlichkeiten unter Studenten auf dem Campus in Nanjing, Provinz Jiangsu, einzufrieren.

"Mein Freund und ich wurden von einer "rote Armbinde" gestört, als wir zusammen auf dem Campus saßen. Der Mann kam und warnte uns, wir sollten uns benehmen. Ich kann es wirklich nicht ertragen ", sagte ein Student, der sich Dian Dian auf der Chat-Website Xici.net nennt. Die Stellungnahme von Dian Dian deckt sich mit den meisten Kommentaren auf führenden chinesischen Websites, wie Sina.com und Sohu.com. Viele meinen, dass Zärtlichkeiten keine Regeln brechen.

Lin Aijun, außerordentlicher Professor für Rechtswissenschaften an der Universität Jinan, sagte die Überwachung beschneide nicht die Rechte der Menschen, weil die Schule das administrative Rechte habe, das Verhalten der Studenten auf dem Campus zu beschränken. Die roten Armbinden würden den Studenten nur empfehlen ihr Verhalten anzupassen, ohne dass sie zwingende Maßnahmen anwendeten.

Wie Spucken

Die Universitätsbehörde lehnte es ab, sich öffentlich zu äußern, zeigt aber keine Anzeichen einer Lockerung des Verbots, obwohl es die Aufmerksamkeit der Medien gewonnen hat. Eine Schuloffizieller sagte, seit vier Jahren patrouillierten die roten Armbinden auf dem Campus um ungesittetes Verhalten wie das Spucken und das Platttrampeln der Wiesen zu beenden. "Jeder Rote-Armbinde-Wache hat eine Zwei-Stunden-Schicht pro Tag, um unhöfliche Sitten zu überwachen. Für diese Teilzeitarbeit bekomme ich von der Schule 100 bis 200 Yuan pro Monat", sagte eine Studentin namens Zhou.

"Es ist schwierig, einen Standard zu setzen, der beurteilt, welche Art von Verhalten gestoppt werden sollte. Aber sicherlich inakzeptabel sind das Sitzen oder Liegen auf den Beinen, das Umarmen oder das lange Küssen von anderen", sagte sie. Die Arbeit der roten Armbinden habe angeblich einige Unterstützung durch die Studenten gewonnen.

"Lange Küsse und andere übermäßige Zärtlichkeiten sind für den Campus ungeeignet. Sie machen Passanten verlegen. Eine Universität ist ein Ort für die Bildung. Ein solches Verhalten sollte genauso wie andere schlechten Manieren unterbunden werden, etwa das Spucken", sagte Schüler Yan Lin. Aber Student Chen De argumentiert: "Küssen ist ja nicht wie das Rauchen, das die Luft verpestet und der Gesundheit anderer schadet. Bei Küssen haben die Menschen wenigstens die Wahl es zu ignorieren."

Quelle: China Daily

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