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| 20. 11. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Die Waisenschule in Yunnan bietet ein Zuhause, Bildung und Ausbildung für die elternlosen Kinder von 18 ethnischen Minderheiten.
Jedes mal, wenn die Schulglocke zum Unterrichtsende läutet, wird die Ruhe des Schulgeländes gleich von einem Schwarm Studenten, die mit Kantinen und Tassen in den Händen aus den Unterrichtsräumen in Richtung Spielplatz drängen, durchbrochen. Die Durchsagen der Schule dröhnen über den Campus, Vorlesungen von Gedichten über schuftende Farmer, Unkraut und Pflüge widerhallen über den Köpfen der Schüler, passend zum Kinderlied zum Dank für das Essen. Ein Lied ertönt aus den Lautsprechern: "Auch wenn Du es nicht bist die mich gestillt hat, ist es Deine mütterliche Liebe, die mich Dich liebste Mutter nennen lässt…"
Eine zweite Chance. Alle Kinder an der Waisenschule für ethnische Minderheiten sind Waisen. Die Schule beherbergt 241 Waisen von 18 ethnischen Minderheiten, die hier auf dem Campus leben und zur Schule gehen. Während des letzten Jahrzehnts adoptierte die im Jahre 1999 gegründete Schule über 500 Waisenkinder durch Sponsoren und Spenden. Es konnte viel durch Liebe und soziales Verantwortungsbewusstsein an der Schule bewegt werden. Bis jetzt konnten ein dreistöckiges Unterrichtsgebäude, ein Bürogebäude, Lehrerunterkünfte, eine Versammlungshalle, eine Mensa sowie ein Badehaus vollendet werden. Schüler verschiedener ethnischer Gruppierungen leben auf dem Gelände, alle mit ihren eigenen ethnischen Merkmalen. Eine zwei Hektaren große Gemüseanbaufläche, welche von den Schülern selber bewirtschaftet und genutzt wird, liefert grünes Gemüse, Lauch und Radieschen. Die Jungen spielen begeistert Fußball auf dem kleinen Spielplatz. Die 20-jährige Yang Li, die als Waisenkind hier zur Schule gegangen war, kam zurück, nachdem sie das Gymnasium beendet hatte. "Kinder brauchen nicht nur Essen, sondern auch Bildung. Nur eine gute Bildung und ausreichendes Wissen kann den Kindern helfen, über ihr unglückliches Schicksal hinweg zu kommen", meinte sie. Die Schule ist darauf konzentriert, die Kinder aufzuziehen, zu erziehen und auszubilden. Sie sollen nützliche Fähigkeiten erlernen, um später in der Gesellschaft Fußfassen zu können. Die Schüler lernen neben den regulären Unterrichtsstunden auch das Weben und Stricken, Kampfkünste und das Spielen der Zither.
Die Schüler schreien, spielen und lachen ununterbrochen auf dem Gelände, sodass man fast ihre sorgenbehaftete Vergangenheit vergessen könnte. Die Schule wurde zu einer großen Familie für die verlorenen und gestrandeten Kinder, die verstehen, wie man das Leben genießt und dankbar für die Chance, die ihnen gegeben wurde, sind.

Dieses Photo vom 24. Oktober 2009 zeigt eine Gruppe von Schülern während der Turnstunde in der Waisenschule für ethnische Minderheiten in Lijiang in der südwestchinesischen Provinz Yunnan. (Xinhua / Qin Qing)

Eine Gruppe Mädchen spielt Seilspringen auf dem Schulgelände der Waisenschule für ethnische Minderheiten in Lijiang.
Quelle: Xinhua
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