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26. 11. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Das Geheimnis des langen Lebens der Chinesen

Schlagwörter: Genom, lange Leben , Langlebigkeit

Asiaten sind für ihre Langlebigkeit bekannt. Der Grund liegt teilweise in den Genen. Forscher haben nun das Geheimnis gelüftet, welche Gene die Chinesen lange Leben lassen.

Wissenschaftler an der Fudan-Universität haben ein Genom entdeckt, das in China mit einem langen Leben in Verbindung gebracht wird. Das Genom wird nur mütterlicherseits an Kinder weitergegeben. Die Forschungsergebnisse, die eventuell in Zukunft bei genetischen Transplantationen Anwendung finden könnten, wurden im internationalen Wissenschaftsjournal PloS One and Nature veröffentlicht.

Die Forscher haben ihre Untersuchungen in Rugao gemacht, einer Stadt in der ostchinesischen Provinz Jiangsu, die mit mehr als 200 Einwohnern im Alter von über 100 Jahren bekannt für ihre langlebigen Bürger ist. Die Wissenschaftler untersuchten die Gene von 463 Personen im Alter von über 95 Jahren, 926 Bewohnern im Alter zwischen 60 und 69 Jahren sowie 463 Einwohnern im Alter zwischen 40 und 49 Jahren.

Bei einem Vergleich der Gene entdeckten die Forscher eine deutliche Tendenz der Steigerung der mitochondrialen D4-Haplogruppen und ebenso eine deutliche Tendenz der Minderung der N9- und M9-Haplogruppen zwischen Personen mittleren Alters und Personen im Alter von über 95 Jahren. Mitochondrien sind von einer Membran umschlossene Organellen, die in den meisten eukaryotischen Zellen vorkommen. Sie liefern Energie und werden auch als "zelluläre Kraftwerke" bezeichnet.

Rund 21,7 Prozent der Bewohner im Alter von über 85 Jahren in Rugao haben die D4-Haplogruppen, 16,4 Prozent haben diese in der Gruppe der älteren Menschen und 15,8 Prozent in der Gruppe der Personen mittleren Alters. Die Forscher erklären, die Prozentzahlen bedeuteten einen Riesenunterschied im Bereich der Genetik.

50 Einwohner im Alter von über 100 Jahren aus der Stadt Rugao sammeln sich vor der Statue  des Gottes des langen Lebens.

Weiteren Berichten zufolge befinden sich D4-Haplogruppen auch in Japanern im Alter von über 100 Jahren. Doch dies ist das erste Mal, dass dieser Typ Genom bei Chinesen über 100 Jahren nachgewiesen worden ist. Das Ergebnis könnte dazu beitragen, die Bedeutung des Genoms für die allgemeine Langlebigkeit unter Asiaten zu erklären, meinen die Forscher. "Langlebigkeit hat viele Ursachen, davon sind 25 Prozent genetisch bedingt", so Wang Xiaofeng, einer der Leiter des Projekts. "Lebensgewohnheiten, das innere Gemüt und die äußere Umwelt spielen ebenfalls eine wichtige Rolle."

Die Forscher haben außerdem herausgefunden, dass rund 40 Prozent derjenigen Bewohner über 95 Jahre die Gewohnheit haben, rote Datteln zu essen, und 30 Prozent essen regelmäßig Honig. Die Forschungen waren 2007 begonnen worden, und Wissenschaftler kündigten an, dass sie ihre Studien über Individuen über 20 Jahre fortsetzen würden, um mehr über die Langlebigkeit der Chinesen zu erfahren.

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Quelle: german.china.org.cn

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