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03. 03. 2010 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Männer und Frauen leiden auf Reisen an unterschiedlichen Krankheiten

Auf Weltreisen kann jeder erkranken, doch Männer und Frauen leiden an unterschiedlichen Krankheiten. Schweizer Forscher fanden heraus, dass Frauen mehr Magenprobleme haben, während Männer häufiger Fieber oder Geschlechtskrankheiten bekommen.

Eine Studie der Zürcher Universität mit einer Datenmenge von fast 59.000 internationalen Reisenden hat ergeben, dass Frauen häufiger als Männer Durchfall bekommen oder an anderen Magenproblemen leiden. Darüber hinaus erleiden sie mehr Erkältungen, Blasenentzündungen und Nebenwirkungen auf Medikamente wie bei der Malaria-Prophylaxe. Männer hingegen haben ein höheres Risiko auf Fiebererkrankungen. Darunter sind auch Infektionen, welche von Zecken oder Mücken übertragen werden wie Malaria, Dengue-Fieber und Rickettsien. Es seien auch mehr Männer als Frauen mit Höhenkrankheit, Frostbeulen oder Geschlechtskrankheiten behandelt worden.

Patricia Schlagenhauf, welche die Forschung durchgeführt und im Journal "Clinical Infectious Diseases" veröffentlich hatte, sagte, dass die Ergebnisse Reisenden und Reisemediziner ein klareres Bild geben würden, wie man sich auf eine Fernreise vorbereiten sollte. So sollten insbesondere Frauen sicherstellen, dass sie Medikamente gegen Durchfall mitbringen. Auch wenn alle Reisenden sich um den Schutz vor Krankheiten kümmern sollten, welche durch Insekten übertragen werden, so müssten doch insbesondere Männer mehr auf die Präventionsmaßnahmen achten. Dazu gehöre etwa das häufige Anwenden von Mitteln zum Vorbeugen von Insektenstichen.

Die Ergebnisse basieren auf den Daten von 44 Tropeninstituten in der ganzen Welt. Sie alle sind Teil eines Überwachungsnetzwerkes, das geschaffen wurde, um reisespezifische Krankheiten und Verletzungen zu reduzieren. Schlagenhauf und ihre Kollegen untersuchten die Krankengeschichten von 58.908 Patienten, welche diese Kliniken zwischen 1997 und 2007 aufgesucht hatten.

Von den 29.643 Frauen wurde ein Viertel wegen akuten Durchfalls behandelt, im Vergleich zu 22 Prozent der Männer. Insgesamt hatten über 17 Prozent der Männer eine fieberhafte Erkrankung. Bei der Gruppe der Frauen waren es elf Prozent. Nur ein Prozent der Männer suchte wegen einer Geschlechtskrankheit ein Krankenhaus auf, drei Mal häufiger als dies Frauen taten. Die Forscher erklärten, dass vergangene Untersuchungen gezeigt hätten, dass Männer mit größerer Wahrscheinlichkeit Sex mit jemandem haben, den sie im Ausland treffen. "Safer Sex wird bei der Reisevorbereitung zu wenig berücksichtigt. Unsere Studie empfiehlt insbesondere männlichen Reisenden, bessere Präventionsmaßnahmen zu ergreifen."

Quelle: globaltimes

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