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11. 11. 2010 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Reichster Chinese spendet für Klosterwiederaufbau

Schlagwörter: Klosterwiederaufbau, Wanda, Tempel

Der reichste Immobilien-Tycoon in China hat am Montag versprochen, eine Milliarde Yuan (109 Millionen Euro) für die Rekonstruktion eines buddhistischen Klosters in Nanjing, in der ostchinesischen Provinz Jiangsu zu spenden.

Der Vorsitzende der Dalian Wanda Group, Wang Jianlin, der dieses Jahr den ersten Platz auf der Liste der Chinesen mit dem größten Vermögen des Hurun Forschungsinstituts belegte, versprach, eine Milliarde Yuan (109 Millionen Euro) aus seinem persönlichen Vermögen von 28 Milliarden Yuan (drei Milliarden Euro) für den Wiederaufbau des Grand Bao'en Tempel zu spenden.

Einer Pressemeldung auf der Webseite des Bauträgers zufolge, werde Wang das Geld im Dezember an die China Charity Federation spenden. Der Wohltätigkeitsverband wird es in drei Stufen an die Stadt Nanjing geben.

Wang sagte, er spende aus Respekt vor der traditionellen chinesischen Kultur, auch wenn er kein Buddhist sei, berichtete die Beijing News am Dienstag.

Auf der Webseite seines Unternehmens stand, dass in den vergangenen 20 Jahren 2,7 Milliarden Yuan (295 Millionen Euro), entweder von Wangs persönlichem Vermögen oder vom Gewinn seines Unternehmens wohltätigen Zwecken zugute gekommen seien.

Einem Bericht über die Entwicklung der Spendenbereitschaft in China im Jahr 2009 zufolge, der von der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften vor einer Woche veröffentlicht wurde, spielt der private Sektor eine führende Rolle bei Chinas Wohltätigkeitsorganisationen. Die Spenden von Unternehmen in privater Hand betragen bis zu 63 Prozent aller spendenden Unternehmen.

Chinesische Immobilienunternehmen zeigten sich Spenden für wohltätige Zwecke gegenüber besonders aufgeschlossen.

"Es ist eine gute Sache für Unternehmer, für den Schutz historischer Relikte zu spenden. Es fließen in China viel zu viele Spenden in den Bereich Katastrophenhilfe, Bildung und Gesundheitsversorgung", sagte Deng Guosheng, stellvertretender Direktor des Forschungszentrums Nichtregierungsorganisationen an der Universität Tsinghua.

Allerdings sagten einige Internetnutzer, sie könnten solche Spenden nicht nachvollziehen.

"Es ist unnötig, historische Orte, die nicht mehr existieren, wieder aufzubauen. Was da gebaut wird, wurde von modernen Personen geschaffen und hat wenig historischen oder kulturellen Wert. Es ist eine Geld- und Ressourcenverschwendung", schrieb ein Internetnutzer namens Song Hubin auf "Tianya", einem beliebten Online-Forum.

Der Grand Bao'en Tempel gilt als einer der drei berühmtesten Tempel Nanjings aus der frühen Ming-Dynastie (1368-1644).

Quelle: Xinhua

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