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30. 07. 2012 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

"Collywood”: Das chinesische Pendant von Hollywood?

Schlagwörter: Collywood Hollywood,Filmproduktion,Filmstudio,Talenten

Der Wuxi National Digital Film Industrial Park (Wuxi Studios) – auch bekannt als "Collywood" beziehungsweise als das "chinesische Hollywood" – wurde am 29. Mai 2012 offiziell eröffnet.

Am 16. März unterzeichneten die Staatliche Verwaltung für Radio, Film und Fernsehen und die Provinzregierung von Jiangsu eine strategische Kooperationsvereinbarung, die ihre jeweilige Verantwortung beim Bau der Wuxi Studios, einem Industriepark auf staatlicher Ebene mit einer Fläche von sechs Quadratkilometern, festlegt.

Es ist zu hoffen, dass die Wuxi Studios, auch bekannt als "Collywood", zu einer internationalen Exportbasis für digitale Filme werden. Sowohl die Filmproduktion als auch die -verarbeitung basiert hier auf den fortschrittlichsten digitalen Geräten und Einrichtungen.

Allerdings haben die hohen Kosten der Wuxi Studios von insgesamt rund 10 Milliarden Yuan (etwa 1,3 Milliarden Euro), zusammen mit anderen Problemen, auch viele Fragen aufgeworfen.

Nach Angaben der Filmindustrie gibt es derzeit mehr als 1000 Filmstudios in China. Zusätzlich zeigt ein Bericht des Instituts für Kulturindustrie vom Peking University Television Center, dass mehr als 80 Prozent der heimischen Studios mit Verlusten betrieben werden – was die Frage aufwirft, ob Collywood überhaupt funktionieren kann, oder ob es nicht vielmehr eine völlig beteuerte Totgeburt ist.

Risiken und Hindernisse

Wei Pengju, der Geschäftsführende Dekan des Instituts für Kultur- und Kreativindustrie an der Central University of Finance and Economics, sagte, dass das Gebäude von Collywood zu diesem Zeitpunkt eine Verschwendung von Geld und Ressourcen wäre, vor allem im Lichte der aktuellen wirtschaftlichen Situation Chinas.

Darüber hinaus sei das Konzept für Collywood keineswegs einzigartig in China. Die Staatliche Produktionsbasis von China´s "Film Group" wurde 2008 in Beijing im Huairou-Distrikt gegründet und hat in den vergangenen drei Jahren eine herausragende Stellung im Bereich der einheimischen Filmproduktion besetzt. Medienberichten zufolge wurden mehr als die Hälfte aller heimischen Filme in diesem Zeitraum in Huairou gemacht. Infolgedessen könnte es Collywoods Hauptkonkurrent werden.

Auch hinsichtlich der Ausbildung von Industrietalenten in China gibt es ein dickes Fragezeichen. Qi Yongfeng, Direktor des Akademischen Ausschusses vom Institut für Kulturindustrie an der Communication University of China, glaubt, dass Chinas Bildungssystem derzeit nicht in der Lage sei, genügend qualifizierte, gut ausgebildete Manager und künstlerische Talente für die Film- und Fernsehindustrie zu produzieren – und dass dies ein Problem sei, das den Erfolg von Collywood sicherlich behindern werde.

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Quelle: german.china.org.cn

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