Home Aktuelles
Multimedia
Service
Themenarchiv
Community
Home>Kultur Schriftgröße: klein mittel groß
19. 06. 2013 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Weibo zieht nicht nur Chinesen an

Schlagwörter: Weibo Debatten Expatriots Diskussion

Viele Chinesen besuchen die Webseite Sina Weibo, um dort an hitzigen Debatten teilzunehmen oder einfach um ihre Ansichten und Beschwerden loszuwerden - und einige Expatriots gehen auf Chinas beliebteste Microblogging Plattform, um sich besser in die chinesische Gesellschaft zu integrieren.

"Am Anfang habe ich die Diskussionen nicht wirklich verfolgt, da es einfach zu verwirrend war, aber Weibo ist zu einem Fenster für die chinesischen Gesellschaft geworden," sagt Christoph Rehage, ein Absolvent aus Deutschland, der an der Beijing Film Academy einen Abschluss in Mandarin machte. Rehage begann im Winter 2011 damit, Weibo zu nutzen. Jetzt verbringt er jeden Tag viel Zeit damit, auf der Seite zu surfen - die er als "Schlachtfeld für Debatten und Diskussionen" bezeichnet.

"Es ergibt keinen Sinn für mich, warum sich Menschen über Dinge streiten, die kaum eine Rolle spielen," sagte er."Ich werde als wählerischer Laowai (Ausländer) bezeichnet, wenn ich sage, dass China nicht perfekt ist, aber wenn ich sage, dass sich China in die richtige Richtung entwickelt, sagen viele, ich sei ein Ausländer, der von der chinesischen Regierung bezahlt wird, um Posts im Sinne der Mächtigen zu verfassen." Rehage findet die Diskussionen auf Weibo lebhafter als auf Twitter, besonders wenn es im politische Themen geht.

"Ein Kommentar eines beliebigen Nutzers wird von einem Prominenten aufgegriffen und zehntausendfach zusammen mit einem Kommentar des Prominenten weitergeleitet," sagte er. "Ich denke Weibo ist ein Mittel für Chinesen um Nachrichten aus erster Hand zu bekommen, sie zu kommentieren und ihr politisches Denken zu schärfen, wie auch ihrem Ärger Luft zu verschaffen." Weibo bietet den Menschen eine Plattform um hitzige Debatten zu starten oder Funktionäre zu stürzen indem Kommentare oder Fotos gepostet werden. Die Möglichkeit zu beurteilen, abzuwägen und der öffentlichen Meinung eine Stimme zu verleihen, hat bisher mehr als 500 Millionen Nutzer angezogen.

"Weibo ist allem Anschein nach kein Ort wo leise ausgesprochene, vorsichtig abgewogene Standpunkte gut gehört werden - und man muss laut sprechen und manchmal sogar radikal klingen, um seinen Standpunkt klar zu machen," sagt Rehage.

1   2   vorwärts  


Quelle: german.china.org.cn

   Google+

Druckversion | Artikel versenden | Kommentar | Leserbrief | zu Favoriten hinzufügen | Korrektur

Kommentar schreiben
Kommentar
Ihr Name
Kommentare
Keine Kommentare.
mehr