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Milit�rischer Verkehr
I Auf der Grundlage der F�nf Prinzipien der Friedlichen Koexistenz regelt
China selbst�ndig ausw�rtige milit�rische Beziehungen und entfaltet Austausch
und Zusammenarbeit mit dem Ausland im milit�rischen Bereich. Nach dem
Motto "Die milit�rische Diplomatie dient der allgemeinen Diplomatie des
Staates, dem Modernisierungsaufbau der Landesverteidigung und der Armee"
praktiziert die chinesische Armee einen flexiblen und pragmatischen Verkehr
mit der Au�enwelt und strengt sich unerm�dlich an, gegenseitiges Vertrauen,
Freundschaft und Zusammenarbeit mit den Armeen anderer L�nder sowie den
Frieden, die Stabilit�t und die Entwicklung in den verschiedenen Regionen
sowie in der ganzen Welt zu verst�rken und vertiefen.
In den vergangenen zwei Jahren entsandte die chinesische Armee insgesamt
70 wichtige Delegationen, die �ber 60 L�nder besuchten, und empfing mehr
als 160 ausl�ndische Armeedelegationen hohen Ranges. Dar�ber hinaus reisten
�ber 150 Fachdelegationen der chinesischen Armee ins Ausland, w�hrend
rund 180 ausl�ndische milit�rische Fachdelegationen China besuchten. Zwischen
der chinesischen Armee und ausl�ndischen Armeen gab es Austausch und Zusammenarbeit
auf fachlichem Gebiet, die beiden Seiten von Nutzen sind.
Die milit�rischen Beziehungen Chinas zu den umliegenden L�ndern wurden
weiter ausgebaut. Zwischen der chinesischen und der russischen Armee gab
es einen regen Austausch von F�hrungskr�ften, die bilateralen milit�rischen
Beziehungen haben sich z�gig entwickelt. Die chinesische Armee strebt
nach einer Entwicklung der milit�rischen Beziehungen mit den L�ndern im
nord�stlichen Asien und hat f�r die Stabilit�t auf der Koreanischen Halbinsel
und im nord�stlichen Teil Asiens positive Beitr�ge geleistet. Der milit�rische
Austausch Chinas mit L�ndern in S�dost-, S�d- und Mittelasien entwickelt
sich gleichfalls weiter. W�hrenddessen konnte China die milit�rischen
Beziehungen mit L�ndern in Westasien, Afrika, Lateinamerika und Ozeanien
sowie mit osteurop�ischen L�ndern und GUS-L�ndern ausbauen. China gew�hrte
den betreffenden Entwicklungsl�ndern Unterst�tzung in Form von Personalausbildung,
Ausr�stungen und Ger�ten, logistischem Material und medizinischer Versorgung
und erschlo� neue Gebiete des Verkehrs.
Im Mai 1999 hat China infolge der Bombardierung der chinesischen Botschaft
in der Bundesrepublik Jugoslawien durch die NATO mit den USA an der Spitze,
die ein schwerwiegender Zwischenfall war, die hochrangigen Milit�raustauschprojekte
zwischen China und den USA verschoben. Mit der allm�hlichen Verbesserung
der Beziehungen zwischen beiden L�ndern in der vergangenen Zeit wurde
der normale Verkehr zwischen den Streitkr�ften Chinas und der USA wiederhergestellt.
Im Januar 2000 hielten die Verteidigungsministerien Chinas und der USA
Gespr�che �ber die Verteidigung auf Vizeminister-Ebene ab, und im Juli
besuchte der US-Verteidigungsminister die Volksrepublik China. China beachtet
seit jeher die Entwicklung der milit�rischen Beziehungen auch mit europ�ischen
L�ndern und unterh�lt mit verschiedenen L�ndern hochrangige Besuchskontakte
und milit�rischen Verkehr auf unterschiedlichen Ebenen.
In den letzten zwei Jahren haben Flotten der chinesischen Marine Neuseeland,
Australien, den Philippinen, Malaysia, Tansania, S�dafrika und anderen
L�ndern Freundschaftsbesuche abgestattet, w�hrend franz�sische, russische,
australische, malaysische, belgische, kanadische und t�rkische Kriegsschiffe
China besuchten. Dar�ber hinaus hat die chinesische Armee eine gro�e Anzahl
von Fachdelegationen zu Informationsaufenthalten, Besichtigungen, Ausbildungen
und Forschungen ins Ausland entsandt und empfing umgekehrt zahlreiche
Fachgruppen ausl�ndischer Armeen. Der Verkehr betraf Sektoren wie die
wissenschaftliche Forschung und den akademischen Austausch, milit�rische
Ausbildung und milit�risches Training, Verwaltung der Armee, Kultur und
Sport, Medizin und Hygiene. Im August 1999 nahm die chinesische Armee
an den II. Internationalen Sportwettk�mpfen Milit�rangeh�riger in Kroatien
teil.
Die Zusammenarbeit zwischen der chinesischen Armee und ausl�ndischen Armeen
im Bereich von Ausbildung und Training hat ebenfalls eine neue Entwicklung
erfahren. In den letzten zwei Jahren hat China mehr als 200 Studenten
zum Studium der Milit�rwissenschaft u.a. nach Ru�land, Deutschland, Frankreich,
Gro�britannien, Pakistan, Bangladesch, Thailand und Kuwait geschickt und
mehr als 1000 Studenten und andere Personen aus L�ndern Asiens, Afrikas,
Lateinamerikas und Europas zum Studium bzw. zur Weiterbildung aufgenommen.
Regionale Sicherheitskooperation
China unterst�tzt -- auf der Grundlage von gleichberechtigter Teilnahme,
Einm�tigkeit durch Beratungen, Suche nach Gemeinsamkeit und Ausklammerung
der Unterschiede sowie schrittweisem Vorgehen - - Gespr�che und Zusammenarbeit
f�r die regionale Sicherheit in unterschiedlichen Formen, auf verschiedenen
Ebenen und durch diverse Kan�le. China tritt daf�r ein, da� man sich gegenseitig
respektiert statt, gest�tzt auf die eigene Macht, Schw�chere tyrannisiert,
da� man zusammenarbeitet statt gegeneinander k�mpft, da� man durch Konsultationen
�bereinstimmung erzielt statt eigene Auffassungen anderen aufzwingt, und
da� dies alles die Orientierung und Besonderheit der multilateralen Sicherheitsgespr�che
und der Zusammenarbeit im asiatisch-pazifischen Raum sein sollte. China
beteiligte sich an multilateralen Sicherheitsgespr�chen und am Kooperationsproze�
wie ASEAN-Region-Forum (ARF), Konferenz �ber die gegenseitigen Kooperation
und vertrauensbildende Ma�nahmen in Asien (CICA), Rat f�r Sicherheitskooperation
im Asiatisch-Pazifischen Raum (CSCAR), Dialog �ber Kooperation in Nordost-Asien
(NEACD) und dem Dreier Symposium von China, Japan und den USA. China bef�rwortet,
da� die betreffenden L�nder durch diese offiziellen und inoffiziellen
Diskussionen �ber Sicherheitsfragen als wichtige Kan�le Verst�ndigung
und Vertrauen verst�rken und auf diese Weise Frieden und Stabilit�t in
den Regionen f�rdern.
Das ARF ist zur Zeit das einzige multilaterale offizielle panregionale
Sicherheitsgespr�ch im asiatisch-pazifischen Raum und Forum �ber die Zusammenarbeit.
Vertreter aus Chinas Au�en- und Verteidigungsministerium nahmen an allen
ARF-Au�enministerkonferenzen und ARF-Konferenzen f�r hohe Beamte sowie
an den im Rahmen des ARF stattfindenden offiziellen und inoffiziellen
Konferenzen zu verschiedenen Themen wie z.B. �ber vertrauensbildende Ma�nahmen,
Friedenserhaltung, Hilfe auf See, Katastrophenbek�mpfung, Pr�ventivdiplomatie
und Nichtweitergabe von Kernwaffen sowie andere Leitprinzipien teil. In
den letzten zwei Jahren veranstaltete China in Beijing nacheinander im
Rahmen des ARF ein milit�rmedizinisches Symposium �ber die Hygiene in
hei�en Zonen und die Vorbeugung und Bek�mpfung von tropischen Erkrankungen,
einen Ausbildungskurs �ber die Sicherheitspolitik, die IV. Sitzung von
Rektoren milit�rischer Hochschulen und ein Symposium �ber die Zusammenarbeit
bei der Umwandlung von R�stungsbetrieben in Industriebetriebe f�r zivile
Zwecke.
China tritt daf�r ein, da� das ARF weiterhin mit Ma�nahmen zur Vertrauensbildung
als Kern nach neuen Sicherheitskonzepten und neuen Sicherheitsmethoden
sucht, und unterst�tzt alle Seiten bei der Erforschung von Fragen der
Pr�ventivdiplomatie. China ist der Ansicht, da� als erstes ein Konsens
durch ausreichende Diskussionen �ber Begriffe, Definitionen, Prinzipien
und Kategorien der Pr�ventivdiplomatie im asiatisch-pazifischen Raum erzielt
werden sollte. China bef�rwortet eine multilaterale Zusammenarbeit im
Rahmen des ARF in bezug auf die milit�rische Medizinwissenschaft, milit�rische
Rechtswissenschaft und Umwandlung von milit�rischen Produktionen in Zivilproduktionen,
schl�gt die Errichtung eines maritimen Informationszentrums unter dem
ARF vor, ermutigt gegenseitige Besuche hoher Milit�rf�hrer, Schiffsbesuche
und Personalaustausch und unterst�tzt die Zusammenarbeit u.a. hinsichtlich
des Katastrophenschutzes sowie der Sicherheit der Schiffahrt auf See und
der Reinhaltung der Meere.
China wirkt stets aktiv mit im Proze� der von Kasachstan initiierten Konferenz
�ber gegenseitige Kooperationen und die Schaffung vertrauensbildender
Ma�nahmen in Asien und ist der Meinung, da� die Zielsetzung der Konferenz
mit dem von China gesetzten Ziel zur asiatischen Sicherheit im wesentlichen
�bereinstimmt. China tritt daf�r ein, da� die Konferenz mit voller R�cksicht
auf die Besonderheit und Mannigfaltigkeit der asiatischen Region weiterentwickelt
wird.
China trat 1996 dem CSCAP bei und bildete 1997 das China-Komitee des CSCAP,
das seit seinem Bestehen gewissenhaft an allen Aktivit�ten dieser Organisation
mitwirkt.
Seit der Gr�ndung des NEACD 1993 nahm China an allen seiner Konferenzen
teil und veranstaltete 1996 und 1999 in Beijing die IV. und die IX. NEACD-Vollversammlung.
Mit den anderen Mitgliedsstaaten hat China das NEACD veranla�t, hinsichtlich
der Leitprinzipien zur Zusammenarbeit zwischen den L�ndern im nord�stlichen
Asien einen Konsens zu erzielen.
China hat mit Ru�land, den USA, Frankreich, Deutschland, der Ukraine,
Kanada, Australien, Neuseeland und anderen L�ndern sowie mit einigen benachbarten
L�ndern und regionalen Organisationen einen Mechanismus f�r regelm��ige
oder unregelm��ige Konsultationen �ber Sicherheit, Verteidigung und R�stungskontrolle
errichtet. In dem Bem�hen, dauerhaften Frieden und Stabilit�t im asiatisch-pazifischen
Raum zu gew�hrleisten, nahmen chinesische Beamte und Experten aus dem
Verteidigungsministerium sowie anderen betreffenden Beh�rden an unterschiedlichen
Symposien �ber Sicherheitsfragen im asiatisch-pazifischen Raum und anderen
diesbez�glichen Aktivit�ten teil, was die gegenseitige Verst�ndigung und
das Vertrauen zwischen China und den betreffenden L�ndern vertieft hat.
Ma�nahmen zur Bildung von Vertrauen
Die chinesische Regierung beachtet stets und f�rdert aktiv die Schaffung
von Ma�nahmen zur Bildung von Vertrauen mit den umliegenden L�ndern, tritt
aktiv daf�r ein, gem�� den Prinzipien "gleichberechtigte Gespr�che, Nichteinmischung
in die inneren Angelegenheiten anderer L�nder, nicht gegen ein drittes
Land gerichtet, keine Bedrohung und Sch�digung der Sicherheit und Stabilit�t
anderer L�nder" durch Verhandlungen und Beratungen verschiedenartige Grenzvereinbarungen
und �bereink�nfte zu erzielen, und wahrt gleicherweise die Sicherheit
aller Seiten sowie Frieden und Stabilit�t in allen Regionen.
Im April 1996 trafen die Staatsoberh�upter von China, Ru�land, Kasachstan,
Kirgisistan und Tadschikistan in Shanghai zusammen und unterzeichneten
das "Abkommen �ber die Verst�rkung des Vertrauens im milit�rischen Bereich
in den Grenzgebieten". Im April 1997 trafen die Staatsoberh�upter dieser
f�nf L�nder in Moskau erneut zusammen und unterzeichneten das "Abkommen
�ber die gegenseitige Reduzierung der Streitkr�fte in Grenzgebieten".
Darin hei�t es: "Alle Partner bem�hen sich, im Sinne der gegenseitig gleichwertigen
Sicherheit ihre jeweiligen Streitkr�fte in den Grenzgebieten aufs niedrigste
Ma� zu reduzieren, damit sie den gutnachbarlichen Beziehungen der betreffenden
L�nder entsprechen; sie bekr�ftigen erneut den Verzicht auf Gewaltanwendung
oder -androhung sowie auf das Streben nach einseitiger milit�rischer �berlegenheit;
die in den Grenzgebieten aufgestellten Streitkr�fte der betreffenden L�nder
�ben keinerlei milit�rische Aktivit�ten aus, die die anderen Seiten bedrohen
und den Frieden und die Stabilit�t in den Grenzgebieten st�ren w�rden;
die Zahl des milit�rischen Personals und der wichtigsten Waffen und milit�rischen
Ger�te sowie milit�rischen technischen Ausr�stungen in den f�r das Abkommen
g�ltigen Gebieten werden reduziert und beschr�nkt". Im Juli 1998 und August
1999 sind die Staatsoberh�upter der f�nf L�nder in Almaty, Kasachstan,
und Bischkek, Kirgisistan, zum dritten und vierten Gipfeltreffen zusammengekommen,
wobei sie die Gemeinsamen Erkl�rungen unterzeichneten. Im Juli 2000 sind
die Staatsoberh�upter der f�nf L�nder in Duschanbe, Tadschikistan, zum
f�nften Mal zusammengetroffen, wobei der usbekische Pr�sident als Beobachter
zugegen war. Das Ergebnis dieser Zusammenkunft war die "Duschanbe-Erkl�rung",
in der es u.a. hei�t: Die f�nf L�nder spielen bei der Wahrung der Sicherheit
und Stabilit�t in dieser Region eine immer bedeutendere und aktivere Rolle.
Sie werden sich daf�r einsetzen, als die "F�nf L�nder des Shanghaier Abkommens"
einen regionalen Machanismus f�r die Entfaltung der multilateralen Kooperation
der f�nf L�nder auf allen Gebieten zu entwickeln. Die f�nf L�nder sind
entschlossen, die Zusammenarbeit in Politik, Diplomatie, Wirtschaft und
Handel, Milit�rwesen, R�stungstechnik und anderen Bereichen zu vertiefen,
um die regionale Sicherheit und Stabilit�t zu festigen, und werden alle
Klauseln der von den f�nf L�ndern unterzeichneten Abkommen �ber die Verst�rkung
des Vertrauens auf dem milit�rischen Gebiet sowie �ber die gegenseitige
Reduktion der Streitkr�fte in den Grenzgebieten effektiv in die Tat umsetzen.
Die f�nf L�nder erkl�ren, jegliche Aktionen, unter Ausnutzung des eigenen
Territoriums die Souver�nit�t, Sicherheit und �ffentliche Ordnung irgendeines
der f�nf L�nder zu verletzen, unter keinen Umst�nden zu dulden und die
gegenseitigen Anstrengungen zur Wahrung der Unabh�ngigkeit, Souver�nit�t,
territorialen Integrit�t und sozialen Stabilit�t der f�nf L�nder zu unterst�tzen.
Im M�rz 2000 trafen die Verteidigungsminister der f�nf L�nder zum erstenmal
in Astara, Kasachstan, zusammen. In dem anschlie�end unterzeichneten Gemeinsamen
Kommunique hei�t es: "Mit R�cksicht auf die Interessen der Partner und
der benachbarten Regionen werden die politischen und milit�rischen Beziehungen
der f�nf L�nder entwickelt und die freundschaftliche Zusammenarbeit auf
der Grundlage der Gleichberechtigung und des gegenseitigen Vertrauens
entfaltet; diese Zusammenarbeit ist von offenem Charakter und richtet
sich nicht gegen irgendeinen Staat oder irgendeine Staatengruppe. Die
f�nf L�nder unterstreichen, entschieden zu bek�mpfen, da� irgendein Staat
unter dem Vorwand, nationale und religi�se Interessen oder die Menschenrechte
zu sch�tzen, sich in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten einmischt.
Alle Parteien erkl�ren, nationalistisches Spaltertum, religi�sen Extremismus
und Terrorismus auf keinen Fall zu dulden, treten entschlossen dagegen
auf, da� diese Kr�fte auf ihrem eigenen Territorium gegen ein anderes
Land vorgehen, und unternehmen gemeinsam effektive Ma�nahmen zur Bek�mpfung
dieser Kr�fte, um den Frieden und die Stabilit�t in dieser Region zu gew�hrleisten.
Die f�nf L�nder erkl�ren sich einverstanden, die M�glichkeit zur St�rkung
von Ma�nahmen zur Vertrauensbildung im milit�rischen Bereich zu erforschen,
die Zusammenarbeit zwischen den Beh�rden f�r den Grenzschutz zu verst�rken
und vereint die grenz�berschreitende Kriminalit�t zu bek�mpfen; gemeinsame
milit�rische Aktionen werden zur Verh�tung von gef�hrlichen milit�rischen
Aktivit�ten, zur Bek�mpfung des internationalen Terrorismus und in Katastrophenf�llen
organisiert; Erfahrungen im Einsatz f�r die Friedenserhaltung werden ausgetauscht
und bei Aktivit�ten zur Friedenserhaltung wird koordiniert zusammengearbeitet".
Im August 1995 unterzeichneten das chinesische Verteidigungsministerium
und das russische Grenzschutz-Hauptamt das "Chinesisch-Russische Abkommen
�ber die Grenzschutzkooperation", in dem es u.a. hei�t: "Beide Seiten
f�hren Kooperationen im Grenzschutz durch und streben danach, die chinesisch-russische
Grenze zu einer friedlichen, ruhigen und freundschaftlichen Grenze aufzubauen;
Informationen zum Nutzen der Kooperationen im Grenzschutz werden ausgetauscht;
die Ma�nahmen zum wirksamen Grenzschutz und zur Sicherstellung der Ordnung
werden koordiniert; Zwischenf�llen und Konflikten in den Grenzgebieten
wird vorgebeugt; koordinierte Ma�nahmen werden getroffen, um gesetzwidrige
Straftaten in den Grenzgebieten zu verh�ten; es wird Hilfe geleistet,
illegale Grenz�berschreitende sowie ihre Transportmittel und Habe zu durchsuchen,
sie in Haft zu nehmen und rechtzeitig der anderen Seite zu �bergeben;
Erfahrungen hinsichtlich der Organisation und Durchf�hrung des Grenzschutzes
werden ausgetauscht; beide Seiten unterst�tzen einander bei der Lieferung
und Anwendung von technischen Ger�ten und Ausr�stungen zur Grenzverteidigung".
Im November 1999 unterzeichneten das chinesische Verteidigungsministerium
und das mongolische Verwaltungsamt der Grenzschutztruppen das "Chinesisch-Mongolische
Abkommen �ber die Grenzschutzkooperation", in dem u.a. festgestellt wird:
"Beide Seiten f�hren Kooperationen im Grenzschutz durch und bem�hen sich
darum, den Frieden und die Stabilit�t an der chinesisch-mongolischen Grenze
aufrechtzuerhalten; Informationen zum Nutzen der Sicherstellung der normalen
Ordnung in den Grenzgebieten und andere betreffende Informationen werden
ausgetauscht, desgleichen Ma�nahmen und Erfahrungen hinsichtlich der Bewachung
und Verwaltung der Grenze und der Aufrechterhaltung der normalen Ordnung
im Grenzgebiet; Zwischenf�llen und Streitigkeiten im Grenzgebiet wird
vorgebeugt; gesetzwidrige Straftaten im Grenzgebiet wie illegaler Waffen-
und Drogentransport und anderer Schmuggel sowie Pl�nderungen und Diebst�hle
sind zu verh�ten; die Zusammenarbeit der beiderseitigen Grenzbeh�rden
wird verst�rkt, Grenzzwischenf�lle werden nach Konsultationen beider Seiten
behandelt, es wird Hilfe geleistet, Grenz�berschreitende sowie ihre Transportmittel
und Habe sowie auch grenz�berschreitendes Vieh zu suchen und rechtzeitig
der anderen Seite zu �bergeben; �ber Naturkatastrophen, Epidemien und
Ausbruch und Verbreitung von Seuchen, die f�r die andere Seite Schaden
verursachen k�nnen, wird die andere Seite informiert, und Ma�nahmen werden
getroffen, ihre Verbreitung �ber die Grenze zu verhindern".
Die betreffenden Abteilungen der chinesischen Regierung und die Grenzschutztruppen
Chinas f�hren getreu die Bestimmungen der Vertr�ge und Abkommen durch,
entwickeln aktiv Austausch und Kooperation mit den entsprechenden Abteilungen
der Nachbarl�nder und erledigen gemeinsam mit diesen durch die Errichtung
des Informations- und Konsultationssystems und der Systeme der Grenzverhandlungen
und Zusammenk�nfte �ber die Grenzverteidigung rechtzeitig die Grenzangelegenheiten
und gehen zusammen gegen verschiedenartige gesetzwidrige Straftaten im
Grenzgebiet vor. Mit der allm�hlichen Errichtung und Umsetzung verschiedener
vertrauensbildener Ma�nahmen wurde die Zahl der Streitigkeiten und Zwischenf�lle
im Grenzgebiet deutlich reduziert, die normale Ordnung wird wirksam gewahrt
und erhalten, es kommt allm�hlich zu einer friedlichen und freundschaftlichen
Atmosph�re an der Grenze.
Beteiligung an UNO-Aktionen zur Erhaltung des Friedens
Nach den Bestimmungen der Charta der Vereinten Nationen tr�gt der
Sicherheitsrat der UNO hinsichtlich der Wahrung des Friedens und der Sicherheit
in der Welt die Hauptverantwortung. Als st�ndiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat
setzt sich China stets f�r die Wahrung des Weltfriedens und der internationalen
Sicherheit ein und unterst�tzt die Vereinten Nationen dabei, unter der
Anleitung der Zielsetzung und der Prinzipien der UN-Charta f�r die Erhaltung
des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit ihre geb�hrende Rolle
zu spielen.
Um zu gew�hrleisten, da� die friedenserhaltenden Aktionen der UNO Erfolge
erzielen und sie sich gesund entwickeln, sollten bei diesen Aktionen die
Ziele und Prinzipien der UN-Charta, insbesondere die Prinzipien des Respekts
vor der staatlichen Souver�nit�t und der Nichteinmischung in die inneren
Angelegenheiten anderer L�nder, befolgt werden; eine Billigung der betroffenen
L�nder sollte vorauserbeten werden, die Neutralit�t ist streng zu wahren,
Waffengewalt au�er zur Selbstverteidigung darf nicht angewandt werden;
man sollte daran festhalten, Streitigkeiten auf friedliche Weise wie durch
Vermittlung, Schlichtung und Verhandlung beizulegen; zu vermeiden sind
Zwangsaktionen, die Praktizierung des Doppelstandards und milit�rische
Einmischungen unter dem Deckmantel der UNO; man sollte sich an die Prinzipien
halten, die Wahrheit in den Tatsachen zu suchen und seinen F�higkeiten
entsprechend vorzugehen, sind die Bedingungen daf�r noch nicht reif, sollte
man keine Aktion zur Friedenserhaltung durchf�hren, noch weniger d�rfen
entsprechende Aktionen eine Seite zu einem Konfliktpartner machen und
der grundlegenden Richtung von Aktionen zur Friedenserhaltung zuwiderlaufen.
In diesem Sinne wirkt China bei UNO-Aktionen zur Erhaltung des Friedens
aktiv mit. Bis heute hat China 522 Milit�rbeobachter, Milit�rverbindungsoffiziere
und Milit�rberater sowie 800 Pioniere in zwei Gruppen zu mehreren UNO-Aktionen
zur Friedenserhaltung entsandt, darunter zur "UNO-Aufsichtsorganisation
f�r den Waffenstillstand in Nahost" (UNTSO), zur "UNO-Beobachterdelegation
im Irak und in Kuwait" (UNIKOM), zur "Provisorischen Macht-Verwaltung
der UNO in Kambodscha" (UNTAC), zur "UNO-Sonderbeauftragtendelegation
f�r die Abstimmung in West-Sahara" (MINURSO), zur "UNO-Aktion in Mosambik"
(ONUMOZ), zur "UNO-Beobachterdelegation in Liberia" (UNOMIL), zur "UNO-Beobachterdelegation
in Sierra Leone" (UNOMSIL) und zur "UNO-Sonderbeauftragtendelegation in
Sierra Leone" (UNAMSIL).
38 chinesische Milit�rbeobachter sind momentan noch aktiv bei den vier
UNO-Aktionen UNTSO, UNIKOM, MINURSO und UNOMSIL vor Ort, um dort ihre
Aufgaben durchzuf�hren. Auf Bitten der UNO hat die chinesische Regierung
im Januar 2000 15 Zivilpolizisten zur UN-�bergangsregierung in Osttimor
geschickt. Dies war das erste Mal, da� China Zivilpolizisten zur Durchf�hrung
einer friedenserhaltenden Aufgabe der UNO entsandte. Au�erdem nimmt China
immer noch an den Vorbereitungen von UNO-Aktionen zur Friedenserhaltung
teil.
In Erf�llung ihrer Aufgaben bei friedenserhaltenden Aktionen der UNO sind
vier Chinesen ums Leben gekommen, Dutzende wurden verletzt.
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