Profil eines Künstlers
Han
Meilin wurde 1936 in Jinan, Hauptstadt der ostchinesischen Provinz
Shandong, geboren. 1955 wurde er in die Zentrale Akademie für
Kunst und Design, die jetzt zur Qinghua-Universität gehört,
aufgenommen. Dort studierte er mit gutem Erfolg am Institut
für Kunstgewerbe und am Textilinstitut. Nach seinem Abschluss
im Jahr 1960 arbeitete er als Fakultätsmitglied am Institut
für Dekorative Kunst.
Drei
Jahre später wurde er ins Institut für Kunstgewerbe
der Behörde für Leichtindustrie der Provinz Anhui
versetzt. 1965 wurde er ins Porzellanwerk Huainan versetzt.
Danach wurde Han 1978 zur Vereinigung für Künstler
in Anhui versetzt, um sich mit professioneller Kunst zu beschäftigen.
Dort arbeitete er vorübergehend als stellvertretender
Direktor der Kunstakademie Anhui.
1979
wurde Han zum Mitglied der Vereinigung für chinesische
Künstler ernannt. Im selben Jahr veranstaltete er jeweils
in Beijing und Hong Kong seine eigene Kunstausstellung. Bis
heute veranstaltete er in Beijing fünf derartige Kunstausstellungen.
1980
wurden Han Meilins Kunstwerke in 21 Städten der Vereinigten
Staaten, darunter Boston und New York, ausgestellt. In San
Diego wurde er zum Ehrenbürger ernannt. Manhattan in
New York machte den 1. Oktober 1980 zum "Han Meilin-Tag".
Während seines Aufenthalts in den Vereinigten Staaten
war er auch zu einem Vortrag an der Universität Harvard
eingeladen. 1983 wurden sechs seiner Werke als Motive auf
Weihnachtskarten der Vereinten Nationen gedruckt.
Bereits
1986 zählte Han zu den besten Künstlern Chinas.
Im Jahr darauf erhielt er vom Staat den Titel eines erstklassigen
Experten verliehen und wurde gleichzeitig zum Abgeordneten
des 6. Landeskomitees der Politischen Konsultativkonferenz
des Chinesischen Volkes (PKKCV) gewählt.
1989
gab Han im Crown Art Center in Taipei drei aufeinanderfolgende
Kunstausstellungen und hatte in 17 Ländern seine eigene
Kunstausstellung. 1991 veranstaltete er in Toronto in Kanada
eine Kunstausstellung. Im darauffolgenden Jahr war er mit
seiner Ausstellung in Malaysia und Hong Kong. 1994 war er
mit seiner Kunstausstellung in Indien, wobei er dort auch
noch Lesungen gab. Im April 1999 nahm er eine Einladung der
Universität Yale an, wo er von Lehrern und Studenten
großen Beifall erntete.
Die
Gemälde Han Meilins zeigen hauptsächlich Tiere und
Menschen. In den letzten Jahren malte er für die Macao-Halle
in der Großen Halle des Volkes, den Staatsrat, den Nationalen
Volkskongreß und die PKKCV einige traditionelle chinesische
Gemälde. Darunter befinden sich ein 17 Meter langes Gemälde
von acht Pferden, ein Gemälde über zwei Adler und
ein Gemälde über ein Himmelsross.
Han
Meilin ist ein fleißiger und produktiver Maler. Er brachte
einige Kunstbände mit den Titeln "Meilins Gemälde",
"Kunstwerke von Han Meilin", "Bergblumen in
voller Blüte", "Noch immer auf der Erde",
"Gemälde von 100 Hühnern", "Gemäldesammlung
von Han Meilin" und "Ausgesuchte Kunstwerke Han
Meilins" heraus. Früher war er ein Kunstdesigner
für aus Papier geschnittene Cartoons, wie Der Fuchsjäger,
"Fuchs jagt Weinbeere" und "Verstecken und
Suchen". Ebenso entwarf er 1983 die chinesischen Briefmarken
mit einem Schweinemotiv, 1985 Briefmarken mit einem Pandabärenmotiv
und das Phönixlogo von Air China.
In
den letzten Jahren wandte Han Meilin seine meiste Zeit und
Arbeit für den Entwurf großer Stadtskulpturen auf.
Die bekannteste Skulptur ist der Fünf-Drachen-Uhrenturm,
den er für die 26. Olympischen Spiele in Atlanta 1996
entwarf. Diese zehn Meter hohe Granit- und Gusskupferskulptur
ist noch immer im Jahrhundertpark Atlantas zu sehen.
Han hat folgende weitere Skulpturen entworfen: die "Tigergruppe"
für Dalian in der Provinz Liaoning, den "Ersten
Stier" für Jinan und die "Hahnenkrähen"
zur Ankündigung des Tagesanbruchs für Zibo in der
Provinz Shandong, den "Heiligen Stier" für
Shekou und einen Bronzebullen mit einer Größe von
30 Metern Länge, 20 Metern Höhe und Leuchtperlen
und den "Fürsten der Westlichen Chu" (Xiang
Yu) aus Edelstahl mit einer Höhe und Breite von je 50
Metern in Shenzhen, Provinz Guangdong.
(CIIC/7. Februar 2002)
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