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Die größte Pandabrütstation wird aufgebaut

german.china.org.cn          Datum: 23. 04. 2008

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Die weltgrößte Brütstation für Großen Panda soll bis Ende Jahr in der Provinz Sichuan eröffnet werden. Das Haus wird etwa 200 Exemplare der gefährdeten Tierart aufnehmen können. Das neue Naturreservat hat eine Fläche von rund 1 Quadratkilometer. Darin befinden sich 20 "Outdoor homes" und ein Spielplatz mit einer Fläche von 20.000 Quadratmetern. Dies sagte Zhang Hemin, Verwaltungschef des Wolong Nature Reserves, welches den Bau der neuen Anlage leitet.

Pandajunge essen Äpfel im Chengdu Research Base of Giant Panda Breeding in Chengdu, Provinz Sichuan. Der Große Panda ist eine der am gefährdetsten Tierarten der Welt und ist ausschließlich in China heimisch. Es wird geschätzt, dass nur noch etwa 1600 freie Tiere in Naturschutzgebieten in Sichuan, Gansu und Shaanxi leben. 217 Riesenpandas leben zusätzlich in Gefangenschaft.

Das Wolong Nature Reserve ist 2000 Quadratkilometer groß und damit Chinas erstes und größtes Schutzgebiet für Pandas. Bis Ende des vergangenen Jahres hatte das Reservat aus ursprünglich zehn Tieren mittlerweile 130 Pandas aufgezogen. Damit ist dies die größte Gruppe von Pandas in der Welt. Acht junge Pandas werden im kommenden Monat ihr Gehege verlassen, um nach Beijing zu reisen. Dort sollen Besucher aus allen Teilen der Welt während den Olympischen Spielen einen Blick auf die geschützten Tiere werfen können.

Die steigende Anzahl von Großen Pandas stehe für die Bemühungen Chinas, Tiere und Pflanzen mittels Reservaten zu schützen, sagte Lei Guangchun, Direktor des Departments für Naturschutz in der Beijing Forestry University. "Die natürlichen Ressourcen des Lands haben vom Schutz profitiert", führt der Funktionär weiter aus.

Das neue Reservat ist nur ein Teil der grünen Bemühungen Chinas, im Rahmen derer mehr als 2400 Naturschutzgebiete verschiedener Art aufgebaut wurden, die mittlerweile, wie offizielle Zahlen belegen, mehr als 15 Prozent der Gesamtfläche der Nation ausmachen. "Dies ist ein bedeutendes Wachstum", meinte Lei "Insbesondere im Vergleich zum Weltdurchschnitt, der bei etwa 10 Prozent liegt."

Landesweit sind 47 Prozent der Feuchtgebiete, 30 Prozent der Wüsten, 20 Prozent des natürlichen Primärwaldes, 85 Prozent der gefährdeten Tier- und Pflanzenarten und 65 Prozent der Gefäßpflanzengebiete sind unter Schutz. Umweltschutzexperten betonen indes, dass es trotzdem eine Herausforderung bleibt, langfristige, effektive und gesetzgebende Maßnahmen zu schaffen, um das Gleichgewicht zwischen der Natur und der menschlichen Entwicklung zu behalten. Auch müssten diejenigen entschädigt werden, welche ihre Lebensstandard zu Gunsten des Umweltschutzes einschränken.

"Lange Zeit hat China Naturschutzgebiete geschaffen, um Flora und Fauna zu schützen. Nun ist es an der Zeit, darüber nachzudenken, wie wir diese Gebiete besser führen können und wie wir darin eine Nachhaltigkeit entwickeln können", erklärte Lei. Li Zhong, zuständiger Funktionär des Büros für Naturschutzzonen der Staatlichen Forstverwaltung, betont ebenfalls, dass es nun wichtig sei, die Investitionen in diese Reservate auf allen Ebenen zu erhöhen.

Quelle: China Daily

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