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| 04. 11. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Pflanzen, welche aus anderen Ländern nach China eingeschleppt worden sind, bedrohen das lokale Ökosystem und verursachen hohe Kosten.

Ein Forscher der Fujianer Akademie der Landwirtschaftswissenschaften sprühte am Montag in der ostchinesischen Provinz Fujian Unkrautvertilgungsmittel auf die fremden Wasserhyazinthen.
China wird von über 400 standortfremden Pflanzenarten bedroht, welche wirtschaftliche Schäden von mehreren Milliarden Yuan verursachen, verkündeten Landwirtschaftsfunktionäre am Montag. "Wir entdeckten bis jetzt über 400 schädliche, in China standortfremde Pflanzenarten. Über 100 von ihnen haben sich im ganzen Land verbreitet und verursachen große wirtschaftliche Schäden", erklärte Wan Fanghao, Vizedirektor des Forschungszentrums für Neophytenkontrolle des chinesischen Landwirtschaftsministeriums. Wan sagte dies während dem internationalen Kongress über Neophyten in der südostchinesischen Provinz Fujian. Über 500 Experten aus 50 Ländern und Regionen rund um den Globus nehmen am Kongress teil, um die Bedrohung in ein fremdes Ökosystem eindringender Pflanzen zu diskutieren.
Wan meinte, dass die Situation in China äußerst ernst sei: "Wegen diesen Neophyten erleidet China direkte volkswirtschaftliche Schäden in der Höhe von mindestens 50 Milliarden Yuan (5 Milliarden Euro), insgesamt dürften sich die Schäden sogar auf etwa 130 Milliarden Yuan (13 Milliarden Euro) belaufen." Statistiken zufolge wurden mehr als die Hälfte der 100 gefährlichsten Neophyten auf der Liste der Weltnaturschutzunion IUCN in China gefunden. Ein Neophyt, welcher ohne Überwachung in ein neues Ökosystem eindringt, ist in der Lage, zu wuchern und zur dominanten Pflanzenart zu werden und den einheimischen Arten den Lebensraum streitig zu machen. "Sie ruinieren die Biodiversität, bedrohen das Ökosystem und können einheimische Arten ausrotten", erklärte Wan. Chen Wanquan, Vizevorsitzender des Institutes für Pflanzenschutz der Chinesischen Akademie der Landwirtschaftswissenschaften, sagte, dass China bereits mehrere Millionen Euro in den Kampf gegen invasive Neophyten investiert habe.
Quelle: Shanghai Daily
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