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| 12. 11. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Überflutungen, Dürreperioden, Hitzewellen und schwere Schneestürme könnten im Yangtsebecken in den nächsten 50 Jahren häufiger werden, hieß es am Dienstag in einem Bericht aus Beijing.
Der vom World Wildlife Fund (WWF) herausgegebene Yangtze River Basin Climate Change Vulnerability and Adaptation Report beschreibt Auswirkungen des Klimawandels auf das Becken und bietet Lösungen an.
Dem Bericht zufolge lagen die Durchschnittstemperaturen des Beckens in den 90er Jahren 0,33 Grad Celsius höher als in den drei Jahrzehnten seit 1961.
Von 2001 bis 2005 war das Becken nach den Daten der 147 dort installierten Messstationen rund 0,71 Grad Celsius wärmer.
Der Yangtse, Chinas längster Fluss, ist rund 6300 Kilometer lang. Das Flussbecken umfasst eine Fläche von 1,8 Millionen Quadratkilometern, auf der ein Drittel der chinesischen Bevölkerung lebt.
Das Becken ist außerdem Lebensraum für seltene und bedrohte Tierarten wie Riesenpanda, Yangtse Delphin und Yangtse Stör.
Feuchtgebiete seien am stärksten betroffen, hieß es in dem Bericht. Das niedrigere Wasserniveau werde die Anzahl der Wasservögel am mittleren und unteren Yangtse reduzieren. Der Klimawandel werde dem Ökosystem wichtige Ressourcen rauben.
Der Bericht beschreibt Anpassungsstrategien wie ein integriertes Management des Flussbeckens durch Stärkung wichtiger Wasserbauprojekte, marktbasierter Wasserverteilung, flexiblere Erntesysteme und die Sensibilisierung der Öffentlichkeit.
"Die Erforschung der Anpassung an den Klimawandel ist weltweit relativ schwach ausgeprägt. Der WWF Bericht ist ein exzellenter Bezugspunkt für technische Forschung und Entscheidungsträger", sagte Yin Weilun, ein Akademiker der Chinese Academy of Engineering.
"Aufgrund der Komplexität und der Unsicherheiten des Klimawandels sollten wir jetzt die richtigen Anpassungsmaßnahmen ergreifen", sagte Professor Xu Ming, der beim Institute of Geography and Sciences and Natural Resources Research der China Academy of Sciences (CAS) für den Bericht verantwortlich ist.
Laut James Leape, Generaldirektor von WWF International, ist die Studie für China ein wichtiger Schritt im Kampf gegen den Klimawandel.
"Die Bewertung der Lage am Yangtse unterstreicht, wie die Investition in Anpassungen an den Klimawandel die weitere Funktionsfähigkeit einer Landschaft garantiert, in der eine halbe Milliarde Menschen wohnen", sagte er.
Die Studie wurde von WWF in Auftrag gegeben und im Zeitraum von zwei Jahren von mehr als 20 Forschern des CAS und der China Meteorological Administration (CMA) der Universität Fudan zusammengestellt.
Quelle: Xinhua
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