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| 20. 11. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Shanghai weitet den Bereich des Rauchverbots in einem neuen Entwurf für das erste Gesetz Shanghais zur Tabakkontrolle an öffentlichen Plätzen aus. Passivraucher und Kinder sollen so stärker geschützt werden.
Die Stadt Shanghai weitet den Bereich des Rauchverbots in ihrem neuesten Entwurf für das erste Gesetz Shanghais zur Tabakkontrolle an öffentlichen Plätzen aus. Ein größeres Augenmerk wird auf den Schutz von Passivrauchern gelegt. Das Gesetz, das Geldstrafen für Gesetzesübertreter vorsieht, soll vor Ende dieses Jahres in Kraft treten, also lange vor dem Beginn der Shanghaier Expo im nächsten Mai.
Die neueste Version des Entwurfs, die vor kurzem vor den Medien veröffentlicht wurde, beinhaltet Vorschläge der Öffentlichkeit, die vergangenen Monat eingeholt worden waren. Viele der Personen riefen dazu auf, den Mechanismus der Gesetzesdurchführung genau zu erklären. Die Gesetzgeber haben nun entschieden, die Kommission für Gesundheitsförderung zum obersten Aufseher zu machen. Die Kommission wird die Regierungsbehörden koordinieren und kontrollieren, um die Gesetzesdurchführung zu gewährleisten.
Unter dem neuesten Entwurf wird ein völliges Rauchverbot in sämtlichen, für Kinder konzipierten Institutionen herrschen. Liu Yungen, Vorsitzender des Ständigen Komitees des Shanghaier Volkskongresses, sagte am Mittwoch bei Diskussionen über das Gesetz, dass weitere Verbesserungen des Entwurfs auch ein völliges Rauchverbot in Mittelschulen beinhalten sollten.
Der derzeitige Entwurf verbietet nur das Rauchen im Gebäude von Mittelschulen, dafür aber ein völliges Rauchverbot in und um Kindergärten, Kinderbetreuungszentren und Grundschulen. Liu meint, Kinder in Mittelschulen müssten auf dieselbe Weise geschützt werden. "Lehrer sollten nirgendwo in einem Mittelschulkomplex rauchen", so Liu. "Ihr Verhalten in der Öffentlichkeit beeinflusst Schüler. Lehrer sollten mit gutem Beispiel vorangehen."
Ein Mittelschullehrer schlug bei der Einholung der öffentlichen Meinungen vor, dass das Gesetz einige spezielle Raucherräume zugestehen sollte. Es wäre unangenehm für ihn, von seinen Schülern beim Rauchen im Keller seiner Schule erwischt zu werden.
Der Vorschlag des Lehrers wurde von den Gesetzgebern abgelehnt, doch beachteten sie einen anderen Vorschlag, nämlich ein völliges Rauchverbot in Internetcafes. Ein Internetcafe-Geschäftsmann in der Stadt hatte bei der Einholung der öffentlichen Meinungen vergangenen Monat gesagt, es wäre nicht möglich, separate Räume in den Internetcafes einzurichten.
Quelle: Shanghai Daily
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