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24. 11. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Naturgasmangel beschleunigt Änderungen

Wegen des plötzlichen Kälteeinbruchs herrscht in weiten Teilen Chinas derzeit ein akuter Erdgasmangel. Doch es gibt auch noch tiefer liegende Gründe für den Missstand.

Ein großer Naturgasmangel führte zu Zweifeln am derzeitigen Versorgungssystem, sodass mehr Unternehmen nach einem Bruch des bestehenden Monopols rufen. "Jede Stadt sollte zumindest zwei Erdgasversorgungspipelines haben, um die steigende Nachfrage befriedigen zu können, besonders in Spitzenbedarfszeiten wie im Winter", meinte ein hoher Funktionär der in Hong Kong gelisteten Xin'ao Gasholding, welcher nicht genannt werden möchte. Die zentral- und ostchinesischen Provinzen sehen sich der schlimmsten Erdgasunterversorgung seit mehreren Jahren gegenüber, seit im November eine starke Kältewelle mit viel Schnee ausbrach. Wuhan stoppte die Erdgasversorgung an 26 Stationen seit dem 16. November wegen dem Versorgungsmangel. Chongqing begann am Samstag damit, eine Extrasteuer auf komprimiertes Erdgas für Fahrzeuge zu erheben und hob die Taxikosten um zwei Yuan (0,2 Euro) an.

Zu kleine Infrastruktur. PetroChina und Sinopec, die beiden Hauptversorger des Landes, gaben Notfallanweisungen an die Erdgasunternehmen in gewissen Regionen aus, so Zhejiang, Shandong und Jiangsu. Darin schrieben sie, dass der Konsum im ganzen Land wegen dem Temperaturfall substantiell zugenommen habe und die Versorgungs- und Speicherkapazitäten nicht mit der Nachfrage Schritt halten können. Der Funktionär sagte, dass der Temperatursturz teilweise zur Knappheit beigetragen habe, die wahren Gründe aber komplizierter seien. "Alle Städte haben nur eine Erdgaspipeline, welche von PetroChina oder Sinopec operiert wird, was sehr instabil ist. Wenn das Land weiterhin mit wenigen Erdgaspipelines von wenigen Erdgasversorgern versorgt wird, wird das Problem nicht nachhaltig gelöst werden", meinte er und fügte hinzu, dass es in Shanghai bald fünf Versorger zusätzlich zu den beiden bestehenden geben wird. Der Funktionär erklärte, dass mehr Privatunternehmen und sogar Auslandinvestitionen einen Ausweg aus dem Würgegriff von Unternehmen wie PetroChina und Sinopec bei der Gasversorgung sein könnten. C1 Energy, eine Tochtergesellschaft des chinesischen Rohstoffmarktberaters CBI China, sagte, dass die Knappheit auch den Mangel an Erdgasspeicher in China aufzeige. Analysten zufolge müsse wegen der Knappheit ein Preisgestaltungsplan ausgearbeitet werden. Doch die Konsumenten müssen warten, bis die Regierung diesen Ratschlag in Tat umsetzt. Cao Changqing, Vorsitzender der Preisabteilung der Staatlichen Kommission für Entwicklung und Reform, sagte am Donnerstag, dass China die Preise von Naturgas nicht berichtigen oder jegliche Preisreform in nächster Zeit planen würde.

Quelle: Global Times

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