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30. 08. 2011 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Klimawandel hat Einfluss auf die mentale Gesundheit

Schlagwörter: Klimawandel psychische Probleme Gesundheit Australien

Eine australische Studie, die am Montag veröffentlicht worden war, stellt eine direkte Verbindung her zwischen der Untätigkeit beim Klimawandel und langfristigen sozialen und psychischen Problemen.

In einer Klimastudie mit dem Titel "A Climate of Suffering: The Real Cost of Living with Inaction on Climate Change" wurde darauf hingewiesen, dass angesichts des zu erwartenden extremen Wetters in Australien Depressionen, Angstzustände, posttraumatischer Stress und der Drogenmissbrauch zunehmen werden. Jeder fünfte Australier berichtet bereits jetzt in der Folge klimatischer Ereignisse über emotionale Verletzungen, Stress und Verzweiflung. Der Bericht warnte auch davor, dass anhaltende Wetterkatastrophen Kinder in einem Maße verängstigen können, wie man es seit dem Ende des Kalten Kriegs nicht mehr erlebt hat. Jedes zehnte Kind im Primarschulalter zeigt seit dem Wirbelsturm Larry im Jahre 2006 Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung.

Laut Professor Ian Hickie vom Brain & Mind Institute seien regionale und abgelegene Gemeinden besonders anfällig für die Auswirkungen des Klimawandels. Eine aktuelle Studie im ländlichen New South Wales zeigte beispielsweise, dass nach einer langen Dürreperiode die Selbstverletzungs- und Selbstmordrate um bis zu acht Prozent gestiegen ist.

"Was wir hier sehen, ist eine viel größere Analyse, die nicht nur die kurzfristigen Kosten und Reaktionen, sondern auch die längerfristigen Kosten, den Verlust des Zusammenhalts in der Gemeinschaft und die langfristige psychische Gesundheit berücksichtigt", so Professor Hickie. "Die Dürre war ein besonders lehrreiches Ereignis für alle in Australien. Wir konnten zum ersten Mal die Auswirkungen auf die psychische Gesundheit genau analysieren. Dabei waren insbesondere die Suizide in ländlichen Familien und die Auswirkungen des Klimawandels auf die ländlichen Gemeinden aufschlussreich."

Der Chef des Klimainstituts, John Connor, sagte, dass die Naturkatastrophen nicht nur den Steuerzahler im vergangenen Jahr neun Milliarden US-Dollar gekostet haben, sondern auch das soziale Gefüge Australien beschädigten. Deswegen sei es von großer Bedeutung, die Risiken des Klimawandels frühzeitig zu erkennen und sich darauf vorzubereiten.

Die Studie fiel zeitlich mit einer politischen und sozialen Debatte zusammen, nachdem die australische Bundesregierung eine Erhöhung der Kohlenstoffabgaben vorgeschlagen hatte. Im Jahre 2007 hatte ein Bericht der Commonwealth Scientific and Industrial Research Organization (CSIRO) die Auswirkungen verschiedener Treibhausgas-Emissionsszenarien für die Jahre 2030, 2050 und 2070 vorausgesagt. Dabei zeigte sich, dass Dürren häufiger werden, dass die Brandgefahr zunimmt und dass tropische Stürme stärker werden.

Quelle: Xinhua

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