Berücksichtigung von Ausländern im Arbeitsrecht gefordert

Der Nationale Volkskongress (NVK) hat von der Öffentlichkeit tausende von Vorschlägen zu dem Gesetzentwurf für das neue Arbeitsrecht erhalten. Einige dieser Vorschläge beziehen sich auch auf in China arbeitende Ausländer, obwohl der Entwurf bisher keine Bestimmungen zu ihnen vorsieht.

Der Entwurf des Arbeitsförderungsgesetzes wurde dem Ständigen Ausschuss des NVK zum ersten Mal im Februar vorgelegt und der Öffentlichkeit am 25. März vorgestellt.

Obwohl es keine offiziellen Angaben über die Anzahl der in China arbeitenden Ausländer gibt, ist bekannt, dass sie häufig in Privatunternehmen in den Bereichen Management, Technik und Marketing arbeiten.

Mit der steigenden Zahl an ausländischen Unternehmen die in China Zweigstellen oder Produktionsstätten eröffnen, bringen manche Unternehmen auch viel ausländisches Personal mit.

"Es ist dringend notwendig, ihre Beschäftigung in China mit dem Gesetz zu regulieren", hieß es in einem der Briefen an den NVK.

In anderen Briefen wurde darauf hingewiesen, dass Unternehmen in einigen wohlhabenden Küstenregionen Arbeiter, besonders Frauen, aus anderen Entwicklungsländern anwerben, da diese für weniger Geld arbeiten als die chinesischen Arbeiter. "Wenn es kein Gesetz gibt, dass die Zuwanderung von Arbeitskräften regelt, werden Ausländer den sowieso bereits angespannten Arbeitsmarkt in China noch enger machen."

Einige Menschen sind der Ansicht, China solle der internationalen Praxis folgen und die Anstellung von Ausländern regulieren.

Ein Vertreter des NVK teilte am Montag mit, dass der Entwurf des Arbeitsförderungsgesetzes keine Bestimmung über die Beschäftigung von Ausländern beinhalte. Der Ständige Ausschuss des NVK werde die Notwendigkeit für solche Bestimmungen jedoch untersuchen.

Der NVK hat tausende von Vorschlägen zu dem Entwurf des Arbeitsgesetzes erhalten. Viele schlagen die Gründung von Zentren zum Kampf gegen Ungleichbehandlung bei der Arbeit, zur kostenlosen Arbeitsvermittlung sowie die Förderung der Beschäftigung von Universitätsabsolventen, Behinderten und arbeitslosen Arbeitern vor.

(China.org.cn, Xinhua, 11. April 2007)