Höheres Gehalt durch Chinesisch

Mit dem Unterrichten von Sprachen werden in China jährlich rund 5 Milliarden Yuan (500 Millionen Euro) verdient, sagen Insider.

Sowohl private chinesische Sprachschulen, als auch staatseigene Schulen und Universitäten verdienen an diesem Geschäft.

Das Taipei Language Institute gehört auch dazu. Es bietet Unterricht in Gruppen und für Einzelpersonen. Das Institut ist im Jahr 1996 von Taiwan auf das chinesische Festland und nach Japan expandiert und im Jahr 2000 in die Vereinigten Staaten.

Die japanische Beijing Hengshu Language School bietet aufgrund der Verdienstmöglichkeiten seit zwei Jahren Chinesischkurse an, erklärte eine Mitarbeiterin des Unternehmens. "Chinesisch und Japanisch sind für Hengshu gleich wichtig", sagte sie.

Schulen und Universitäten wie die Beijing Language and Culture University, die Peking-Universität und die Shanghai Jiaotong-University bieten ebenfalls ein breites Angebot an Sprachkursen an.

Die Kosten variieren von einigen 100 Yuan (10 Euro) bis zu 10.000 Yuan (1000 Euro) pro Kurs oder von 12 Yuan (1, 2 Euro) bis 160 Yuan (16 Euro) pro Stunde.

Whiteley ist der Überzeugung, je teurer der Kurs sei, je größer sei die Wahrscheinlichkeit, dass der Lehrer qualifiziert ist.

Der globale Markt außerhalb Chinas ist noch größer. 40 Millionen Menschen im Ausland lernen Chinesisch, sagte das Bildungsministerium. Diese Zahl werde bis Ende 2010 die Einhundertmillionengrenze überschreiten.

Über 2300 Schulen und Universitäten in 100 Ländern bieten Chinesisch als Hauptfach an, teilte das Büro des Chinese Language Council International mit. Aber es gibt noch lange nicht genug Anbieter für Chinesischsprachkurse, um die Nachfrage befriedigen zu können.

Die chinesische Regierung hat im Jahr 2004 in Südkorea das erste Konfuzius-Institut eröffnet, als Teil einer Anstrengung, die chinesische Sprache und das Verständnis der chinesischen Kultur weltweit zu fördern. Bis September 2006 wurden 108 Konfuziusinstitute in 46 Ländern gegründet.

Auch Onlinelernen wird immer beliebter. "Unser Ziel sind Ausländer im Ausland", sagte Emily Shen, Gründerin und Geschäftsführerin von ChineseSavvy.com, einer Internetseite für Chinesischunterricht.

Die Internetseite ist seit sechs Monaten versuchsweise in Betrieb. Menschen aus 130 Ländern haben sich auf der Internetseite für einen kostenlosen Versuchskurs eingetragen.

"In zwei Monaten werden wir gebührenpflichtige Programme in das System aufnehmen. Profitabilität sollte kein Problem sein", sagte Shen.


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