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05. 08. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Familienplanung

Viele Paare wollen gar kein zweites Kind

Während die Familienplanungspolitik viele Einwohner Chinas davon abhält, ein zweites Kind zu bekommen, will mehr als die Hälfte derer, die eigentlich ein zweites Kind bekommen dürfen, gar keines. Der Grund dafür hat ein kürzlich veröffentliche Studie enthüllt: Der Unwillen basiert ausschließlich auf finanziellen Überlegungen.

"Es ist nicht die Familienpolitik, die mich daran hindert ein zweites Kind zu bekommen, da sowohl meine Frau wie auch ich ein zweites Kind haben dürfen", sagt etwa der 32-jährige IT-Ingenieur George Zhang, dessen Frau gerade mit dem ersten Kind schwanger war. "Aber ein Kind stellt uns vor riesige finanzielle Anforderungen." Zhang führt das genauer aus: "Mein ganzes Einkommen geht drauf mit der Wohnungsmiete, dem Babyessen und den Kleidern." Daher könne er sich ein zweites Baby schlicht nicht mehr leisten. Er beneide die Familien, die Zwillinge haben.

Die Untersuchung führte die Shanghaier Zeitung Dongfang Daily durch. Sie zog damit einem Schreiben der Shanghaier Stadtregierung nach, die im vergangenen Monat Paare daran erinnert hat, dass sie ein zweites Kind bekommen dürfen, wenn beide Elternteile Einzelkinder sind. Von den 829 Befragten gaben 23 Prozent an, dass sie ein zweites Kind haben könnten. Davon wiederum erklärten 59 Prozent, dass sie gar kein zweites Baby wünschten. 18,5 Prozent sagte, dass sie ein zweites Kind wollen und 22 Prozent zeigten sich unentschlossen. Von denen, die kein zweites Kind haben dürfen, gaben 51 Prozent an, dass sie auch dann kein zweites Kind haben wollen, wenn es ihnen erlaubt wäre. Nach dem Grund für diese Einstellung befragt, gaben sie vor allem Geldfragen an.

Mehr als drei Millionen Menschen, was rund 22 Prozent der Shanghaier Bevölkerung entspricht, ist 60 Jahre alt oder älter

Quelle: China Daily

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