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| 06. 08. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Im Norden Chinas sind gestern mehr als 200 Menschen durch ausgetretenes Ammoniak vergiftet worden.
Wie die chinesische Tageszeitung China Daily berichtet, sei in einer Arzneimittelfabrik in der Stadt Chifeng in der Inneren Mongolei ein Leck entstanden, als von einem LKW flüssiges Ammoniak entladen wurde. Wie die Stadtregierung des Hongshan Destrikts der Stadt Chifeng erklärte, befanden sich bis gestern abend 21 Menschen in einem der naheliegenden Krankhäuser unter Behandlung. Die restlichen 181 Menschen hätten unter ärztlicher Beobachtung nach hause gehen können. Beim Unglück kamen keine Menschen ums Leben. Die Opfer waren hauptsächliche Fabrikarbeiter, Rettungskräfte und Anwohner. Menschen, die weniger als zwei Kilometer in Windrichtung leben, wurden vorsorglich evakuiert.

Nach Angaben der örtlichen Behörden sei das Leck bereits 50 Minuten nach dem Unglück erfolgreich abgedichtet worden. Zudem wurden Proben genommen, um eine Verseuchung der Wasserversorgung der Stadt auszuschließen. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern derzeit noch an. Die zuständigen Behörden haben bereits ein Untersuchungsteam auf die Beine gestellt. Nach ersten Ergebnissen sei das Leck einerseits auf alte erodierte Rohre zurückzuführen, anderseits hätten die Arbeiter die Maschinen nicht sachgemäß bedient.
Quelle: China Daily
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