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| 10. 08. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
China werde weiterhin seine internationale Justizzusammenarbeit mit anderen Ländern ausbauen, darunter auch mit den Vereinigten Staaten von Amerika, sagte ein Sprecher des chinesischen Justizministeriums. Der ungenannte Sprecher gab dieses Statement ab, als er über den Fall von zwei ehemaligen Managern der Bank of China aus der südchinesischen Provinz Guangdong sprach, die letztes Jahr vor einem US-Gericht wegen Veruntreuung und Geldwäsche verurteilt wurden, wie die Legal Daily am Freitag berichtete.
"China begrüßt das Urteil des US-Gerichts", welches die beiden ehemaligen Bank of China-Manager Xu Chaofan und Xu Guojun und ihre Frauen zu einer Gefängnisstrafe von acht bis 25 Jahren verurteilt hat, sagte der Sprecher. Xu Chaofan war zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt worden, Xu Gaojun zu 22. Ihre Frauen bekamen jeweils eine Gefängnisstrafe von acht Jahren aufgebrummt. Alle vier wurden noch einmal zu drei weiteren Jahren bedingt verurteilt und müssen eine Wiedergutmachung in der Höhe von 482 Millionen US-Dollar bezahlen.
Die vier Täter wurden einer kriminellen Verschwörung schuldig gesprochen, die im Jahre 1991 begann und bis Oktober 2004 andauerte. Die Anklage sagte, dass sie über Hong Kong, Kanada und die USA gestohlenes Geld gewaschen hätten. Darunter auch drei Millionen US-Dollar aus den Depots von verschiedenen Casinos in Las Vegas. Dieser Fall war somit einer der größten seiner Art seit der Gründung des Neuen Chinas im Jahre 1949.
Ein positiver Nebeneffekt dieses Falls ist jedoch, dass es die Entwicklung der sino-amerikanischen Justiz-Zusammenarbeit positiv beeinflusst hat und dass er weitere Erfahrungen beim Umgang mit organisiertem Wirtschaftsverbrechen ermöglicht hat. "Flüchtige sind dazu verurteilt, vom Gesetz bestraft zu werden", sagte der Sprecher und fügte hinzu, dass internationale Zusammenarbeit bei der Verbrechensbekämpfung dazu beitragen würde, transnationale Verbrechen besser zu verringern.
Professor Huang Feng vom Criminal Law Research Institute der Beijing Normal University meinte, Xus Strafe in den USA zeige eine Alternative zur Auslieferung, da die beiden Länder kein Auslieferungsabkommen unterzeichnet hätten. So könnten flüchtige Verbrecher trotzdem im Ausland verurteilt werden, auch wenn sie gegenwärtig nicht repatriiert werden könnten, so Huang. Der Sprecher des Außenministeriums, Ma Zhaoxu, hingegen hatte im Mai gesagt, dass die zwei verurteilten Paare so schnell wie möglich nach China ausgeliefert werden sollten.
Quelle: Xinhua
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