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| 12. 08. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Chinas Analysten meinen, die momentane Sieben-Länder-Reise von US-Außenministerin Hillary Clinton zeige, dass die USA zunehmend auf Öl- und Gaslieferungen aus Afrika verließen. Amerikas Engagement auf dem schwarzen Kontinent entwickle sich jedoch nicht zum "Nullsummenspiel" mit den Interessen Chinas, sondern zu einer Win-Win-Gelegenheit für beide.
Xia Yishan, ein Experte beim China Energy Strategy Research Center, das zum China Institute of International Studies gehört, ist überzeugt, die USA hätten Chinas Kooperation mit Afrika in Sachen Öl in den letzten Jahren aufmerksam beobachtet. Aber er besteht darauf, dass Chinas zunehmende Investitionen in Afrikas Ölindustrie den USA keine Kopfschmerzen bereiten müssen.
"Unter den heutigen internationalen Umständen ist das kein "Nullsummenspiel", meint Xia. Das Ausbeuten der Ölvorkommen durch beide Länder werde dabei helfen, das Beste aus Afrikas Ressourcen zu machen. Und dabei helfen, über kurz oder lang die internationale Ölversorgung stabil zu halten. Bisher hätten eine armselige Ökonomie und wenig fortschrittliche Anlagen in Afrika das verhindert, so Xia.
Liu Naiya, ein Seniorforscher an der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften, hat sich extensiv mit den Beziehungen zwischen Afrika und den großen Ländern beschäftigt. Er hat beobachtet, dass die USA "aus Sicherheitserwägungen" tendenziell mehr Öl und Gas aus Afrika als aus dem Mittleren Osten importieren. Diese Richtungsänderung rufe China seine eigenen nationalen Interessen auf dem afrikanischen Kontinet ins Gedächtnis, erläutert Liu.
He Wenping, Direktor des African Studies Institute an der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften, erklärt, dass die USA einst dem Öl-Potenzial Afrikas aus historischen und geographischen Gründen wenig Aufmerksamkeit geschenkt hätten, da Afrika größtenteils aus europäischen Kolonien bestanden hätte. Aber heute ginge es den Amerikanern nur noch um das pragmatische Verfolgen nationaler Interessen, meint er. China habe beim Ausbeuten von Ölreserven gut mit Afrika kooperiert. Die USA würden nun auf dem Fuße folgen, glaubt He.
Quelle: China Daily
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