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| 12. 08. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Der chinesische Gesundheitsminister sagte gestern, China werde beginnen, die endemischen Vergiftungen durch Arsen und Fluor, das beim Verbrennen von Kohle freigesetzt wird, zu überwachen, da umweltbedingte Erkrankungen auch weiterhin die kohlereichen Regionen in Zentral- und Westchina heimsuchen.
Überwacht werden sollen laut einer Stellungnahme auf der Website des Ministeriums das Management arsen- und fluorreicher Minen, der Fortschritt bei der Ersetzung alter Brennöfen sowie die umweltbedingten Erkrankungen der ansässigen Bevölkerung.

Das Internet wird bei der Bekämpfung dieser Krankheiten auch eingesetzt.
Eine Fluorvergiftung führt häufig zu gelben Zähnen, Rückgratverkrümmung, Gelenkschmerzen und deformierten Beinen, eine langfristige Vergiftung mit Arsen kann hingegen zu Hautkrebs und sogar bis zum Tod führen.
Das Verbrennen von Kohle geht hauptsächlich darauf zurück, dass viele ländliche Haushalte arsen- und fluorreiche Kohle als Hauptbrennmaterial beim Kochen verwenden.
Da die meisten Tonöfen in Zentral- und Westchina keine Schornsteine haben, können die giftigen Inhaltsstoffe auch nicht entweichen. Während des Kochens atmen die Menschen die Gifte mit dem Rauch ein.
Laut einer Stellungnahme einer Expertengruppe sollen ab sofort jedes Jahr zwischen September und Februar stichprobenweise 31 Kreise und Städte in den Provinzen Jiangxi, Hubei, Hunan, Sichuan, Guizhou, Yunnan und Shaanxi und dem Stadtbezirk Chongqing für die Beaufsichtigung ausgewählt werden.
Die Überwachung übernehmen die Zentren für Seuchenkontrolle und Prävention auf Kreisebene. Die Ergebnisse werden über das Ministerium an den Staatsrat oder das Kabinett weitergegeben.
China bekämpfte die Erkrankungen bisher, indem es traditionelle Öfen erneuerte und das Bewusstsein in der Bevölkerung förderte
Im Juli hat das chinesische Gesundheitsministerium ein Projekt gestartet, um Fluorvergiftungen in sechs Provinzen, darunter Yunnan und Guizhou einzudämmen.
Dieses Jahr wird das Ministerium die Öfen in 870.000 Haushalten erneuern und zur Entschädigung je 400 Yuan (41,36 Euro) zahlen.
Quelle: Shanghai Daily
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