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| 13. 08. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Gestern begann eine Gerichtsverhandlung über die Kompensationen, welche die Hinterbliebenen der 55 Toten eines Flugzeugabsturzes in Nordchina im Jahre 2005 bekommen sollen. Dies ist das erste Mal, dass ein chinesischer Gerichtshof einen Fall über einen Flugzeugabsturz angenommen hatte.

Die Familien von 32 Passagieren, die beim Unglück in der Autonomen Region der Inneren Mongolei ums Leben gekommen sind, verlangen eine totale Entschädigungssumme von 123 Millionen Yuan (13 Millionen Euro) von verschiedenen Rechtsgegnern: der Fluglinie China Eastern Airline, dem Produzenten des Flugzeugs, Bombardier, und dem Hersteller der Triebwerke General Motors Co. Dies berichtete der Legal Mirror aus Peking. Außerdem wollen die Familien, dass die Angeklagten weitere Informationen zum Grund des Absturzes geben und sich öffentlich entschuldigen. Schließlich wollen sie, dass zum Gedenken der Opfer eine Gedenkstätte errichtet wird.
Der Mittlere Volksgerichtshof Nummer Zwei in Peking hat sich im März als zuständig für den Fall erklärt. Doch war der Beginn der Verhandlungen immer wieder verzögert worden, weil von einem Kläger aus Indonesien weitere Dokumente benötigt worden waren. Die Familien hatten sich zuvor jahrelang darum bemüht, dass überhaupt ein Gericht sich ihres Falls annimmt. Das erste Mal sind sie damit im Jahre 2007 an ein Gericht gelangt, das den Fall jedoch abgelehnt hat, wie ihr Rechtsanwalt Hao Junbo erklärte.
Am 21. November 2004 stürzte der Flieger der China Eastern in einen Park ab. Nur wenige Minuten zuvor war er in der Stadt Baotou gestartet. Bei dem Unglück kamen sämtliche Insassen ums Leben. Ebenso starben zwei Menschen, die sich zur Zeit des Absturzes im Park befanden. Chen Shuyang war eines der prominentesten Opfer. Er war Manager der Shanghai Fudan Forward Science and Technology Co, einer Firma, die mit der Universität Fudan verbunden ist. Der Unfall wurde durch eine fehlerhafte Enteisung der Flügel verursacht, wie die Staatsbehörde für Arbeitssicherheit und das Überwachungsministerium sagten.
Quelle: Shanghai Daily
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