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18. 08. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Wirtschaftslage

Ökonomen bezweifeln rasche Erholung

Die Weltwirtschaftskrise dauert weiter an, doch viele Ökonomen sind für die Zukunft bereits vorsichtig optimistisch. Besonders China darf sich auf eine rasche Erholung freuen.

Eine Mehrheit der internationalen Ökonomen ist der Auffassung, dass es mindestens drei bis fünf Jahren dauern wird, bis sich die Weltwirtschaft wieder erholt hat. Viele denken jedoch auch, dass China sich als erstes Land von der Krise erholen wird. Von den 80 Ökonomen, welche von der Beijinger Global Times befragt worden waren, gaben 51 an, dass die Erholungsperiode wohl drei bis fünf Jahre dauern wird, wie die Zeitung berichtete. Unter den Analysten fanden sich jedoch auch 19 Optimisten die sagten, dass es bis zur Erholung noch höchstens zwei Jahre dauerte. Neun spekulierten jedoch auch, dass die Effekte der Finanzkrise sogar noch in über fünf Jahren zu spüren sein werden. Dong Yifan, ein chinesischer Akademiker des Entwicklungs- und Forschungszentrums des Staatsrates, sagte, die meisten Ökonomen seien für die Zukunft vorsichtig optimistisch.

Inmitten der weltweiten Wirtschaftskrise verbrachte die Global Times fast zwei Monate damit, 80 Ökonomen rund um die Welt zu befragen. Sie stammten aus fünf internationalen Institutionen, darunter aus dem Internationalen Währungsfons (IWF) und aus der Weltbank, 19 aus den USA, 35 aus Asien, 18 aus Europa, zwei aus Ozeanien und einer aus Afrika. Unter ihnen fanden sich auch zwei Nobelpreisträger. Sie wurden nach drei Punkten befragt: Wie lange wird es dauern, bis sich die Weltwirtschaft auf ihr Niveau von vor der Krise erholt hat? Welche Volkswirtschaft oder welches Land wird wohl als erstes aus der Krise kommen? Wie lange wird es dauern, bis Chinas Bruttoinlandprodukt das der USA überholt hat?

Die USA überholen?

Von den 80 Ökonomen sagten 66, dass China als erstes aus der Finanzkrise kommen wird, und 37 sind der Ansicht, dass es etwa 20 Jahre dauern wird, bis China die USA wirtschaftlich überholt hat. Zehn der Befragten waren jedoch auch der Auffassung, dass sich wohl die USA als erste von der Krise erholen werden. Die meisten Indikatoren sprechen jedoch für China, wie es auch die grosse Mehrheit der Ökonomen, inklusive Amerikanischen wie Homi Kharas, denkt. Kharas ist ehemaliger Chefökonom der Asiendivision der Weltbank und Gelehrter am Brookings Institute. Er erklärte, dass wenn man Chinas Wirtschaftskapazität betrachte, es zweifellos das Führende aller Schwellenländer geworden sei. Zhou Shijian, ein führender Forscher am Forschungszentrum für Chinesisch-Amerikanische Beziehungen der Tsinghua Universität meinte auch: "Trotz der widrigen Umstände hat China die Fähigkeit, sich dem Sturm mit guten innenpolitischen Programmen zu widersetzen." Er zeigte sich jedoch auch besorgt über die Entwicklung der chinesischen Wirtschaft und hält die Mehrheit der Ökonomen zu optimistisch: "Manche Elemente, darunter die Ressourcen, die Umwelt und die Bevölkerung, werden zusammen die Entwicklung der chinesischen Wirtschaft mitbestimmen."

Liu Ligang, Chefökonom der Bilbao Vizcaya Argentaria Bank (BBVA), erklärte, dass China zweifelsohne sich von der Finanzkrise erholen werden, dank seiner Produktionskapazitäten und seinen Aktienmärkten. Er sagte, China sollte sich auf das Ausbalancieren seiner Wirtschaftsstruktur wie auch auf das Erhöhen des Durchschnittseinkommens konzentrieren, um zu verhindern, dass es zu einem wohlhabenden Land voll armer Leute wird. Ardo Hansson, Hauptökonom der Weltbank China, sagte, die Regierung sollte die Gelegenheit beim Schopfe packen und die Wirtschaftsstruktur gleich jetzt korrigieren, sodass noch vor dem Ende der Krise der neue Wachstumspfad eingeschlagen worden ist.

Quelle: China Daily

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