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20. 08. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Prestige

Chinesen sollen ihr Image im Ausland verbessern

Herumspucken, Geschrei und mangelnder Respekt vor den Sitten und Gesetzen der Gastländer haben dem Ruf Chinas, das geschichtlich als kultiviert gilt, geschadet. Das Außenministerium und das Tourismusamt Chinas wollen chinesischen Touristen besser vorbereiten.

Xinhua zufolge hat die Konsularabteilung des chinesischen Außenministeriums neulich eine Aktion gestartet, um chinesischen Bürgern im Ausland dabei zu helfen, ihr Image und das des Landes zu verbessern.

Immer mehr Chinesen reisen ins Ausland. Dabei haben viele auch ihre schlechten Gewohnheiten mit im Gep?ck: Herumspucken, Geschrei und mangelnder Respekt vor den Sitten und Gesetzen der Gastl?nder haben dem Ruf Chinas, das geschichtlich als kultiviert gilt, geschadet. Das Au?enministerium und das Tourismusamt Chinas wollen für Abhilfe sorgen.

Die Zeichen auf dem grünen Schilden bedeuten "Touristengruppe" und die auf dem unteren schwarzen bedeuten "Rappergruppe".

Cha Liyou, Gesandschaftsrat der Konsualarabteilung des Außenministeriums, sagte, dass 2008 insgesamt 45,84 Millionen Ausreisen chinesischer Bürger verzeichnet worden seien. Dieses Jahr rechne man mit über 50 Millionen Ausreisen. "Wenn die chinesischen Staatsangehörigen es schaffen, sich im Ausland zivilisiert zu benehmen, sich an ausländische Gesetze zu halten, bescheiden und freundlich zu sein, fleißig zu arbeiten und ihren Aufenthaltsländern Nutzen zu bringen, können sie der Welt die Tugenden des chinesischen Volkes zeigen. Außerdem schaffen sie damit auch vorteilhafte Rahmenbedingungen für das Leben sowie die Entwicklung chinesischer Bürger sowie Unternehmen in Übersee," fügte Cha hinzu.

Statistiken des Außenministeriums zufolge hat China 2008 im Ausland über 12.000 Unternehmen eröffnet. Außerdem habe China insgesamt in über 160 Länder mehr als 4 Millionen Male Arbeitskräfte exportiert.

Mangelnder Respekt vor Gesetzen und Regeln

Dem Vernehmen nach nimmt die Zahl der Fälle, in denen chinesische Bürger sowie Unternehmen um konsularischen Schutz ersuchen, in hohem Maß zu, denn immer mehr chinesische Bürger gehen ins Ausland. Es gibt jedes Jahr über 30.000 Fälle. Oft spiele, so Cha, die instabile Sicherheitslage oder eine mangelnde öffentliche Ordnung im jeweiligen Land oder der jeweiligen Region eine Rolle. Ein Teil der Fälle habe aber auch mit den selbstgemachten Problemen chinesischer Bürger und Unternehmen im Ausland zu tun. Beispielsweise mangele es vielen an Bewusstsein für das Einhalten von Gesetzen, erläutert Cha. Sie verstießen gegen die Business-Ethik und hätten keinen Respekt vor den ortsüblichen Konventionen, und oft stritten sich entsendete Arbeitskräfte mit den Firmen, die sie ins Ausland geschickt hätten, weil diese Firmen ein Missmanagement betrieben.

Alle Bürger sollten mitmachen

Cha ist überzeugt: "Wenn die chinesischen Staatsangehörigen im Ausland ein zivilisiertes Image Chinas aufbauen wollen, dann muss die ganze Gesellschaft teilnehmen und mitmachen. Die chinesischen Bürger und Unternehmen im Ausland müssen als Praktiker in der ersten Reihe die Gesetze, Konventionen sowie Gebräuche ihrer Aufenthaltsländer kennen lernen."

Es kursiert das Gerücht, dass zuständige Staatsorgane ihre Öffentlichkeitsarbeit sowie Beratungen nun intensivieren werden, um ein gesittetes Image der chinesischen Staatsangehörigen in Übersee aufzubauen. Beamte des Staatlichen Tourismusamtes verlautbarten, ihr Amt befürworte, dass Reisebüros in ganz China auch künftig chinesischen Touristengruppen vor Reisebeginn Kurse anböten, in denen man ihnen Verhaltensregeln und Anforderungen sowie Qualitäten im Sine eines gesitteten Images im Ausland näherbringen würde.

Das chinesische Außenministerium hat gestern in der Kreisstadt Qingtian der Provinz Zhejiang eine Aktion gestartet, um ein kultiviertes Images der chinesischen Bürger im Ausland aufbauen zu helfen. Qingtian war die dritte und letzte Station der Aktion, die in der Kreisstadt Changle der Provinz Fujian und der Autonomen Präfektur Manzhouli des Inneren Mongolischen Autonomen Gebiets begonnen hatte.

Die Themen lauteten "Zivilisation in Übersee" sowie "Sicherheit in Übersee". Unter Leitung des Außenministeriums haben die chinesischen Botschaften und die Vertretungsbüros der Provinzen, autonomen Gebiete sowie regierungsunmittelbaren Städte gemeinsam die chinesischen Bürger über die Verhaltensregeln für ein gesittetes Image und die Grundkenntnisse zur Sicherheit informiert.

Quelle: german.china.org.cn

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