| Home | Aktuelles |
Multimedia |
Service |
Themenarchiv |
Community |
| Home>Fokus | Schriftgröße: klein mittel groß |
| 20. 08. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Wie nun herausgekommen ist, hat es auch in Hunan einen Umweltskandal um ein Bleischmelzwerk gegeben. Dies war der zweite Fall, bei dem im Blut von Hunderten Kindern gefährliche Bleimengen gefunden wurden.
Dies ist bereits der zweite größere Fall einer Bleivergiftung in China innerhalb weniger als eines Monats. Diesmal wurden fast 100 Kinder in der zentralchinesischen Provinz Hunan mit Blei im Blut gefunden. Damit ist die Zahl der betroffenen Kinder auf 600 gestiegen, sagten die lokalen Behörden. Schuld daran ist ein unlizensierter Manganschmelzer, der im Kreis Wugang Westen von Hunan giftige Substanzen frei gesetzt hat. Die Polizei hat bereits die zwei Besitzer der Jinglian Manganese Smelting Factory verhaftet. Die Fabrik war erst im vergangenen August errichtet worden und am Anfang dieses Jahres in Betrieb genommen worden.

Dies ist der zweite Bleivergiftungsfall in diesem Monat. Zuvor war am Montag nach heftigen Protesten der Anwohner eine andere Schmelzanlage in der nordwestchinesischen Provinz Shaanxi geschlossen worden, nachdem mindestens 851 Kinder erkrankt sind. Hunderte Dorfbewohner sind darauf in die Schmelzanlage eingebrochen, um gegen die Freilassung von giftigen Substanzenn zu demonstireren. Die Polizei wurde moblisiert, um wieder Ruhe herzustellen.
Jin Yinlong, Generaldirektor des Nationalen Instituts für Umwelt und Gesundheit, das dem Zentrum für Krankheitskontrolle untersteht, sagte, dass die Bevölkerung im ganzen Land nach Jahren der raschen Industrialisierung immer häufiger Bleiverunreinigungen ausgesetzt sei. "Chinesische Waren, Spielzeug und Nahrungsmittel: Sie sind alles mögliche Quellen einer Bleivergiftung", erklärte Jin gegenüber China Daily. Aber die wichtigste Quelle sei noch immer die industrielle Emission, auf die sich die Behörden nun konzentrieren müssten. Jin fordert die Behörden auf, aus erzieherischen Gründen Listen mit bleihaltigen Produkten in weniger entwickelten Regionen in China zu verteilen. "Eine größere Sensibilität bei den weniger gut informierten Bewohnern in der Nähe von Schmelzanlagen wäre nötig. Dann wissen sie wenigstens, was die den Behörden berichten müssen."
Im Dorf Hengjiang hatten in der Nacht auf den 8. August rund 1000 Dorfbewohner die Zugangsstrasse zu einem Bleiwerk blockiert und sich mit rund 200 Beamten und der Polizei einen Streit geliefert, erzählten Dorfbewohner gegenüber der China Daily. Sie sagten, sie hätten deswegen das Polizeiauto umgeworfen, weil sie über das Benehmen der Regierung irritiert gewesen seien. Polizei und Dorfbeamte wollten keinen Kommentar abgeben. Liu Zhongqi, Parteichef des Dorfs Hengjiang, wo sich die Schmelzanlage befindet, sagte, sie sei bereits letzte Woche geschlossen worden. Das Blut von über 600 Kindern werde derzeit getestet. Laut ersten Hochrechnungen sind rund 80 Prozent der Kinder betroffen.
Quelle: China Daily
Druckversion | Artikel versenden | Kommentar | Leserbrief | zu Favoriten hinzufügen | Korrektur
| Kommentar schreiben |
| Kommentare |
|
Keine Kommentare.
|
| mehr |