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| 26. 08. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Die sinkende Nachfrage nach deutschen Qualitätsprodukten kostet Deutschland voraussichtlich seinen Titel als Exportweltmeister. In der Wirtschaftskrise wollen stattdessen mehr Menschen Billigprodukte erwerben.
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| Die Statistik zeigt, wie China und Deutschland beim Export um den ersten Platz kämpfen. |
Experten in China warnen allerdings bereits davor, dass den Produzenten der voraussichtliche Titel nicht zu sehr in den Kopf steigen sollte. Chinas Aufstieg zum weltgrößten Exporteur bedeute nicht, dass die Exporte von einer so hohen Qualität seien wie die aus Deutschland, so das Credo. Die chinesische Regierung solle daher weiterhin ernsthaft darüber nachdenken, wie sie die Qualität der Produkte verbessern könne und wie sie mehr höherwertige Produkte schaffen könne, welche die Wettbewerbsfähigkeit Chinas stärken, meinen die Experten.
"Obwohl die chinesischen Exporte in den letzten neun Monate gesunken sind, ist die Wirtschaftskraft Chinas noch immer am Wachsen", sagt Cai Haitao, Inspektor des Amts für Politikforschung unter dem Handelsministerium. China werde voraussichtlich Japan als zweitgrößte Volkswirtschaft ganz sicher überholen, so Cai. Vor rund einem Monat hatte die WTO vorausgesagt, dass China auch Deutschland überholen würde.
Der Grund für den Wechsel liegt beim Rückgang der weltweiten Nachfrage nach Qualitätsprodukten, wie die Deutsche Exportvereinigung DIHK am Dienstag bekannt gegeben hat. Die Handelspartner von Deutschland würden angesichts der Wirtschaftskrise sich eher für billigere Produkte entscheiden. Für China hingegen ist die mangelhafte Qualität und die Mischung der Exporte weiterhin ein großes Problem. "Die chinesische Wirtschaft hat nicht sehr von diesen Exporten profitiert." Außerdem sei seit dem letzten Jahr der Handelsprotektionismus gegen China gestiegen, insbesondere eines Protektionismus aus den entwickelten Ländern wie den USA und der EU, aber auch von sich entwickelnden Nationen wie Indien oder der Türkei. "Die Frage ist, wieso sind alle gegen China und nicht gegen Deutschland", sagte Cai. China müsse seinen Fokus auf andere Märkte richten als die USA und Europa.
Dies geschieht bereits bis zu einem gewissen Grad. Die Exporte Chinas in den Nahen Osten, Osteuropa, Afrika und Lateinamerika betragen 9,2 Prozent, 3,7 Prozent, 10,4 Prozent beziehungsweise 6,9 Prozent. Der Export in die USA oder nach Europa beträgt aber im Vergleich dazu 17 Prozent beziehungsweise 22 Prozent.
Quelle: China Daily
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