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| 27. 08. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Ein paar Forenartikel über den Austausch eines Verdächtigen beim Verhör stellt Chinas Justiz vor eine große Herausforderung. Nun ist der Gerüchtverbreiter in Haft genommen worden. Eine Warnung davor, Gerüchte zu verbreiten.
In China kann man zu einer Haftstrafe verurteilt werden, wenn man Gerüchte im Umlauf setzt oder weiterträgt. Vor kurzem ist ein Bürger mit dem Namen Xiong Zhongjun in der Stadt Ezhou in der zentralchinesischen Provinz Hubei wegen seiner acht Forumbeträge verhaftet worden. Die Behörden haben administrativ eine Haftstrafe von zehn Tagen über ihn verhängt. Nach Angaben der lokalen Polizei sei es erwiesen, dass Xiong die Angaben in seinen Postings erfunden habe.
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Der Raser nach dem Unfall |
Xiongs strittige Aussagen beziehen sich auf einen Verkehrsunfall, der ganz China schockiert hatte. Am 7. Mai hat ein 20-jähriger Junge mit dem Namen Hu Bin auf dem Fußgängerstreifen in der Stadt Hangzhou einen 25-jährigen Studenten ums Leben gebracht. Damals fuhr Hu, der aus einer reichen Familie stammt, sein Mitsubishi-Sportwagen mit übersetzter Geschwindigkeit. Das Benehmen des Rasers nach dem Unfall und die unverantwortliche Behandlung der Verkehrsbehörde hat dann den Unmut von zahlreichen Netizen ausgelöst. Neue Debatten über Verkehrssicherheit und Sonderrechte der Reichen wurden entfacht. Nach dem Ergebnis des ersten Verhörs wurde der Raser als Verkehrssünder zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Viele Netizen fanden, dass im Fall falsch entschieden wurde. Manche vermuteten sogar, dass die Familie von Hu die entsprechenden Behörde bestochen und der Fahrer deshalb eine so milde Strafe bekommen habe.
Gerade zu diesem Punkt hat sich eine Gerücht schnell im Internet verbreitet, und zwar, dass der verhörte "Hu Bin" gar nicht der richtige gewesen sei. Denn Hu Bin war beim Verhör wesentlich dicker geworden, als zum Zeitpunkt als er verhaftet worden war. Viele Internetnutzer waren davon überzeugt und suchten nach den Informationen von dem Sündenbock.. Ein Foto von einem Mann, der sehr ähnlich wie der dicke "Hu Bin" beim Verhör aussah, wurde gefunden. Die Glaubwürdigkeit der chinesischen Justiz stand damit einmal mehr vor großer Herausforderung. Egal wie der Gerichtshof entscheidet, stellten viele Netizen fest, würde der wahre Verbrecher vor dem Verhör mit dem dickeren ausgetauscht. Erst als der Mann auf dem Foto auftauchte und der ins Gefängnis gesetzte Hu nochmals seine Identität bewies, hatten sich die Internetnutzer allmählich beruhigt.
Quelle: Xinhua/ Chinanews/ Beijing News
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