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28. 08. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Strukturwandel

China: Weniger Stahl und Zement, mehr Wind und Silikon

Da in manchen Branchen Chinas Überkapazitäten und Redundanzen bestehen, will die Regierung die Entwicklung verstärkt überwachen.

Chinas Staatsrat warnte am Mittwoch vor Überkapazitäten in traditionellen Industriesektoren und Redundanzen in schnell wachsenden wie der Windenergie. Das Land müsse die Entwicklung"führen", da diese von Überkapazität und redundanten Projekten beeinflusst werde. Überkapazitäten bestehen in den Stahl- und Zementbranchen, redundante Projekte gab es bei Windenergie und Polysilikon, so ein Kommunikee eines von Premier Wen Jiabao präsidierten Staatsratstreffens."Überkapazitäten und Redundanzen bleiben prominent, da in manchen Branchen die industrielle Restrukturierung nur langsam voranschreitet", so das Kommunikee. Die"Führung" würde besonders bei der Entwicklung der Stahl- und Zementindustrien, Glas, Kohle, Chemie und Windenergie verstärkt werden.

Da in manchen Branchen Chinas Überkapazitäten und Redundanzen bestehen, will die Regierung die Entwicklung verstärkt überwachen.

Die Führung bedeutet strengere Marktzugangskontrollen, mehr Umweltschutzüberwachung und stärkere Landnutzungskontrollen. Die Banken wurden angehalten, in diesen Branchen Geld nur strikt nach den aktuellen Industrierichtlinien zu verleihen. Relevante Regierungsorgane müssen die Überwachung der Industriekapazitäten in diesen Sektoren verbessern und gemeinsam Informationen über Themen wie Auftragsbücher, Nachfrage und Regierungsindustrieregelungen veröffentlichen.

Chinas Zukunftsindustrie: Windkraft

"Chinas Windkraftindustrie erklimmt ein neues Niveau", sagte Zhang Guobao, Vizeminister der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission sowie Chef der Nationalen Energieverwaltung. Anfang August zum ersten Spatenstich von Chinas größtem Windenergiepark in der Provinz Gansu. Nach Jahren des Wachstums rangiere Chinas Windkraftinstallation nun weltweit auf Platz Vier und das Fertigen der Zubehörteile sei zu einem boomenden Wirtschaftszweig geworden, lobte Zhang.

Chinas Windkraftsektor sei aber gedämpft worden, erstens durch ein Verteilungsungleichgewicht zwischen Ressourcen und Markt, zweitens Schwierigkeiten beim Anbinden der Windkraftanlagen ans vorhandene Stromnetz und drittens eine Baupolitik, die nur kleine Stromgeneratoren für Windkraft zugelassen habe, erläuterte er.

Um die Probleme zu lösen, hätte sich die Regierung entschieden, die erste Zehn-Millionen-Kilowatt-Windkraftanlage zu bauen, die er inoffiziell als "Drei-Schluchten-Damm in der Luft" bezeichne, so Zhang. Sie sei in der Lage, die Effizienz von Windkraft zu maximieren, da der bauliche Umfang der Anlage und die Transmission von Strom großmaßstäblich angelegt seien, freute sich Zhang.

Die 120 Milliarden Yuan (12 Milliarden Euro) teure Anlage sei dafür ausgelegt, eine Jahreskapazität von 5,16 Millionen Kilowatt bis Ende 2010 und 12,71 Millionen bis Ende 2015 zu erreichen. Nachdem sie fertig gestellt wird, wird sie Chinas größte Windkraftanlage sein.

Bereits Ende 2008 erreichte Chinas installierte Windkraftkapazität mehr als 12,17 Million Kilowatt, womit das Land bei dieser Art der erneuerbaren Energieerzeugung an Platz Vier hinter den USA, Deutschland und Spanien rangiert.

Quelle: people.com.cn

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